Solingen wird offiziell Mitglied der AGFS NRW für bessere Rad- und Fußverkehrskonzepte
Miriam KönigSolingen wird offiziell Mitglied der AGFS NRW für bessere Rad- und Fußverkehrskonzepte
Solingen ist offiziell der Arbeitsgemeinschaft fuß- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW) beigetreten. Die Entscheidung folgt auf eine detaillierte Vor-Ort-Prüfung, bei der die Bemühungen der Stadt in den Bereichen Verkehrssicherheit und behördliche Koordination hohe Anerkennung fanden.
Mit der Mitgliedschaft erhält Solingen Zugang zu Landesfördermitteln, Fachberatung und einem Netzwerk von 118 Kommunen, die sich für die Verbesserung der lokalen Mobilität einsetzen.
Ein Auswahlgremium hatte Solingen Anfang dieses Jahres besucht, um die Mobilitätsstrategie der Stadt zu bewerten. Besonders gelobt wurden der strukturierte Ansatz in der Verkehrssicherheit sowie die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Ämtern. Nach der Inspektion stimmte das Gremium einstimmig für die Aufnahme Solingens.
Der neue Mobilitätsplan der Stadt umfasst Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs und den Ausbau der Oberleitbus-Linien. Das Gremium empfahl zudem breitere Gehwege, optimierte Ampelschaltungen und eine bessere Beschilderung. Zwei lokale Projekte – die Korkenziehertrasse und die Veloroute 1 – wurden als gelungene Beispiele für fußgänger- und radfreundliche Infrastruktur hervorgehoben.
Neben dem Radverkehr wurde Solingen auch als "Wanderparadies" anerkannt, was seinen Ruf als Ziel für aktive Mobilität im Freien weiter stärkt. Die Stadt ist nun Teil der AGFS NRW, einer 1993 gegründeten Organisation, die sich kontinuierlich für bessere Bedingungen für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen einsetzt. Vor Solingens Beitritt 2024 zählte die Arbeitsgemeinschaft 30 Mitgliedskommunen – mittlerweile sind es 118.
Die Mitgliedschaft in der AGFS NRW bringt Solingen finanzielle Unterstützung, kostenlose Beratung und Möglichkeiten zum Wissensaustausch. Die Aufnahme unterstreicht das Engagement der Stadt für sicherere Straßen und bessere Mobilitätsangebote. Künftig stehen die Umsetzung der Empfehlungen des Gremiums sowie der weitere Ausbau der Rad- und Fußwegenetze im Fokus.






