Solingen kämpft mit neuem Ausbildungsprogramm gegen Fachkräftemangel in Kitas
Lotta AlbrechtSolingen kämpft mit neuem Ausbildungsprogramm gegen Fachkräftemangel in Kitas
Solingen startet ein neues praxisintegriertes Ausbildungsprogramm für Erzieher:innen. Damit will die Stadt das seit langem bestehende Problem der Unterfinanzierung im Bildungsbereich angehen. Doch die Verantwortlichen stehen vor der Herausforderung, die Kinderbetreuung auszubauen – bei gleichzeitig knappen Räumlichkeiten und begrenzten Ressourcen.
Seit Jahrzehnten leidet das Bildungssystem in Solingen unter chronischer Unterfinanzierung. Erst kürzlich führte die Stadt das PIA-Programm ein, um mehr Fachkräfte für die Kinderbetreuung auszubilden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Kommune bestrebt ist, Betreuungsangebote näher an den Wohnorten der Familien anzubieten.
Doch die Suche nach geeigneten Standorten für neue Kitas gestaltet sich schwierig. Stadtrat Niklas Geßner verwies auf den Mangel an urbanem Raum und Beschwerden aus der Bevölkerung als zentrale Hürden. Iris Michelmann, jugendpolitische Sprecherin der Grünen, hat den Ausbau der Kinderbetreuung zur Chefsache erklärt.
Zudem fehlt es an ausreichend Trägern und qualifiziertem Personal. Um dies zu bewältigen, will Solingen den Ausbau der Kinderbetreuung in den anstehenden Haushaltsverhandlungen priorisieren. Die Stadt fordert zudem umgehend Landesmittel, um Fachkräfte auszubilden und zusätzliches Verwaltungspersonal zu finanzieren.
Solingen ist entschlossen, das Recht der Kinder auf Bildung zu wahren und berufstätige Eltern zu unterstützen. Ob dies gelingt, hängt maßgeblich davon ab, ob ausreichend Landesförderung fließt. Ohne diese bleibt der Ausbau der Kinderbetreuung in Solingen ein steiniger Weg.
