Solingen kämpft mit drastischem Gewerbeflächenmangel nach strittiger Planungsentscheidung
Anna FuchsSolingen kämpft mit drastischem Gewerbeflächenmangel nach strittiger Planungsentscheidung
Solingen steht vor wachsendem Gewerbeflächenmangel nach strittiger Planungsentscheidung
Die Stadt Solingen sieht sich mit einem immer größer werdenden Mangel an Gewerbeflächen konfrontiert, nachdem kürzlich beschlossen wurde, ein zentrales Gelände aus dem Flächennutzungsplan zu streichen. Die Initiative von Bürgermeisterstellvertreter Tim-Oliver Budde, das Gebiet Buschfeld als Grünfläche umzuwidmen, hat scharfe Kritik von lokalen Politikern und Wirtschaftsvertretern ausgelöst.
Die geplante Änderung sieht vor, Buschfeld aus dem städtischen Flächennutzungsplan zu entfernen. Allein diese Umwidmung wird das Defizit an Gewerbeflächen um 17 Hektar vergrößern und die Gesamtlücke auf 49 Hektar anwachsen lassen. Solingen leidet bereits unter einem Mangel an verfügbaren Flächen für Unternehmen – aktuell fehlen 32 Hektar.
Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP, wirft der Verwaltung vor, zu stark von externen Fördermitteln abhängig zu sein. Seine Partei fordert von Budde eine Begründung und die Rücknahme dessen, was sie als „schädliche Entscheidung“ bezeichnen. Auch der Kritiker Weindl warnt: Ohne neue Gewerbeflächen könne Solingen weder Unternehmen anwerben noch bestehende Arbeitsplätze sichern.
Die FDP argumentiert, dass Buddes einseitige Entscheidung die wirtschaftliche Zukunft der Stadt gefährde. Zudem betont die Partei, wie wichtig Gewerbesteuereinnahmen für den Haushalt Solingens seien. Ein Wegzug von Unternehmen würde die ohnehin angespannte Finanzlage weiter belasten.
Zwar zielt die Nachhaltigkeitsstrategie darauf ab, die Versiegelung weiterer Flächen bis 2030 zu stoppen. Doch die Streichung von Buschfeld ohne Ersatzflächen könnte es Solingen erschweren, wirtschaftliches Wachstum zu generieren. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, ökologische Ziele mit den Bedürfnissen der Wirtschaft in Einklang zu bringen.






