Solingen kämpft gegen Obdachlosigkeit: Bezirksbürgermeister ruft zu gemeinsamem Handeln auf
Anna FuchsSolingen kämpft gegen Obdachlosigkeit: Bezirksbürgermeister ruft zu gemeinsamem Handeln auf
Obdachlosigkeit in Solingen – besonders im Stadtteil Ohligs – ist zu einem drängenden Problem geworden. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper ruft alle politischen Kräfte auf, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Er betont, dass die Hilfe für Menschen ohne Obdach und die Berücksichtigung lokaler Anliegen Hand in Hand gehen müssen.
Die CDU hat nun Initiativen ergriffen, um die Unterstützung zu verbessern – darunter eine offizielle Anfrage und eine für nächste Woche geplante Gesprächsrunde.
Westkämper macht deutlich, dass humanitäre Hilfe oberste Priorität habe. Angesichts frostiger Temperaturen unterstreicht er die Pflicht des Stadtrats, obdachlosen Menschen zu helfen. Er weist Vorwürfe zurück, seine Unterstützung für einen CDU-Antrag hänge von der Rückendeckung der AfD ab, und wirbt stattdessen für geschlossenes Vorgehen aller Fraktionen.
Um voranzukommen, hat er alle politischen Kräfte zu einem Runden Tisch am 19. Februar eingeladen. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen Obdachloser in der Region zu erarbeiten. Auch die Sitzung des Stadtrats am 23. Februar wird sich mit der Entwicklung einer gemeinsamen Strategie befassen.
Die CDU hat bereits eine offizielle Anfrage an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe gerichtet. Damit soll die Unterstützung für Menschen, die auf der Straße leben, gestärkt werden. Zwar ist unklar, wie viele Obdachlose sich aktuell unter der Ohligser Brücke aufhalten, doch Westkämper pocht auf Dialog und geteilte Verantwortung.
Er argumentiert, dass die Hilfe für Obdachlose und die Entlastung der Anwohner keine Gegensätze seien. Beide Herausforderungen müsßen durch Zusammenarbeit und gezielte Maßnahmen angegangen werden.
Als nächste Schritte stehen eine Gesprächsrunde und eine Stadtratssitzung noch in diesem Monat an. Westkämpers Appell an den gemeinsamen Einsatz unterstreicht den Bedarf an schnellen und praktischen Lösungen. Die CDU-Anfrage und die geplanten Beratungen deuten auf ein verstärktes Engagement hin, um Obdachlosen in Solingen besser zu helfen.
CDU und SG Zukunft schlagen ausgewogenes Vorgehen gegen Obdachlosigkeit in Solingen vor
Eine neue Initiative der CDU und SG Zukunft möchte Obdachlosigkeit angehen und dabei die öffentliche Ordnung aufrechterhalten. Wichtige Vorschläge sind:
- Einschränken von Dauernächtigungen in öffentlichen Räumen, um langfristige Lager zu vermeiden.
- Schaffung von menschlichen Unterbringungsmöglichkeiten mit Unterstützung von sozialen Trägern und individuellen Dienstleistungen.
- Berücksichtigung individueller Bedürfnisse wie Haustierbesitz, auf den viele Obdachlose angewiesen sind.