Solingen kämpft gegen Armut: Wie lokale Initiativen Kindern und Senioren helfen wollen
Anna FuchsSolingen kämpft gegen Armut: Wie lokale Initiativen Kindern und Senioren helfen wollen
Armut in Solingen: Lokale Initiativen suchen Lösungen für wachsende Probleme
Eine aktuelle Veranstaltung in Solingen lenkte die Aufmerksamkeit auf das zunehmende Problem der Armut in der Stadt. Lokale Service-Clubs trafen sich, um sich über die Herausforderungen benachteiligter Gruppen zu informieren – darunter Kinder und ältere Menschen. Gleichzeitig wurden neue Projekte vorgestellt, die gezielt dort Hilfe leisten sollen, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Die Solinger Armutskonferenz (SAK) eröffnete am Dienstagabend im Kiwanis Club Solingen eine Reihe von Vorträgen. Heike Auer, Horst Koss und Uli Preuß berichteten anhand konkreter Beispiele von den Nöten armutsbetroffener Kinder und Senioren. Ihre Präsentation machte das Ausmaß der Krise deutlich: Rund 30.000 Menschen in Solingen leben in Armut, darunter über 2.200 ältere Erwachsene und 820 Kinder unter drei Jahren.
Die SAK, die aus 13 ehrenamtlichen Mitgliedern besteht, trifft sich monatlich, um den Kontakt zu Bedürftigen zu halten. Zudem veranstaltet sie jährlich ein Fachforum zum Thema Armut. Für 2024 sind die Freischaltung einer Website im Frühjahr sowie eine Wanderausstellung geplant, um das Bewusstsein für die Problematik weiter zu schärfen.
Beim Kiwanis-Event übernahm Präsident Hartmut Hoferichter das erste Exemplar des neu erschienenen „Solinger Initiativen-Wegweisers“. Die 14-seitige Broschüre listet vertrauenswürdige lokale Organisationen auf, die sich für die schwächsten Mitglieder der Stadtgesellschaft einsetzen. Der Abend endete mit einer Diskussion darüber, wie Clubs wie Kiwanis unterstützen können – etwa durch die jährliche Schulranzen-Aktion oder die neue Kampagne „Geschenk der Wärme“.
Ziel der SAK-Präsentationen ist es, die Hilfsnetzwerke für die ärmsten Solinger Bürger zu stärken. Der Wegweiser und die geplanten Projekte sollen den Zugang zu Unterstützung erleichtern. Gleichzeitig erweitern lokale Vereine ihr Engagement, um Armut durch konkrete Maßnahmen zu bekämpfen.






