Solingen fordert 67.000 Euro vom Land wegen Lehrermangels an Schulen zurück
Lotta AlbrechtSolingen fordert 67.000 Euro vom Land wegen Lehrermangels an Schulen zurück
Solingen kämpft mit steigenden Kosten durch vorzeitigen Schulschluss wegen Lehrermangels
Seit November 2023 hat die Stadt Solingen über 67.000 Euro für die Betreuung von Schülern ausgegeben, die wegen Personalmangels früher nach Hause geschickt werden mussten. Nun fordert die Kommune vom Land Nordrhein-Westfalen eine Kostenerstattung.
Ausgelöst wurde das Problem durch die Wilhelm-Hartschen-Schule, die wegen Lehrkräftemangels den Unterricht verkürzen musste. Viele Eltern – insbesondere Berufstätige mit Kindern, die zusätzliche Förderung benötigen – hatten daraufhin Schwierigkeiten, eine Betreuung zu organisieren. Um die Lücke zu schließen, richtete Solingen eine Ersatzbetreuung ein, die zwischen November 2023 und Januar 2024 insgesamt 67.228,10 Euro kostete.
Die reduzierten Unterrichtszeiten werden bis zu den Sommerferien fortgesetzt, was monatlich zusätzliche Ausgaben von etwa 23.000 Euro verursacht. Bis zum Ende des Schuljahres könnte die Gesamtrechnung auf mindestens 115.000 Euro anwachsen. Die Stadt besteht darauf, dass das Land diese Kosten übernehmen muss, da es in der Pflicht stehe, ausreichend Lehrpersonal bereitzustellen.
Solingen hat bereits einen ersten Antrag über die bisher angefallenen 67.000 Euro eingereicht. Eine abschließende Abrechnung folgt nach Ende des Schuljahres.
Der städtische Haushalt kann diese unerwarteten Belastungen nicht einfach verkraften. Ohne Erstattung durch das Land drohen weitere finanzielle Engpässe. Eltern und Schulen werden weiterhin vor Herausforderungen stehen, bis eine langfristige Lösung gefunden ist.






