21 January 2026, 20:05

Skandalöse Dschungel-Camps: Diese Promis brachten ihre Strafakten mit

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Vergewaltigung ist nicht in Ordnung: Sexualisierte Gewalt ist ein ernsthaftes Problem" lautet, eingerahmt von einem schwarzen Rand.

Gerichtliche Akten der Dschungelcamp-Bewohner - Skandalöse Dschungel-Camps: Diese Promis brachten ihre Strafakten mit

Die deutsche Reality-Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" hat im Laufe der Jahre mehrere Kandidaten mit juristischen Problemen präsentiert. Immer wieder traten Teilnehmer:innen in den Dschungel ein, obwohl sie Vorstrafen hatten oder noch in laufende Gerichtsverfahren verwickelt waren. Manche sahen sich mit schweren Anklagen konfrontiert, andere hatten mit finanziellen oder ethischen Kontroversen zu kämpfen.

2023 wurde dem Schauspieler Martin Semmelrogge die Einreise nach Australien verweigert, um an der Show teilzunehmen. Die Behörden begründeten dies mit seiner kriminellen Vergangenheit, zu der Diebstahl, Drogenbesitz, Urkundenfälschung und zahlreiche Verkehrsdelikte zählten.

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Günther Kaufmann, Teilnehmer der Staffel 2009, blickte auf eine komplexe juristische Vorgeschichte zurück. 2002 war er zunächst wegen versuchter schwerer Erpressung mit Todesfolge verurteilt worden. Doch 2005 wurde er nach neuen Beweisen, die die wahren Täter belasteten, freigesprochen. Später folgte eine weitere Verurteilung wegen Freiheitsberaubung, nachdem er in einem anderen Fall falsch ausgesagt hatte. Ein weiterer Prominenter, Gil Ofarim, nahm an der 19. Staffel teil, gab jedoch zu, in einem Antisemitismus-Streit vor Gericht die Unwahrheit gesagt zu haben – ein Fall, der bereits vor seinem Dschungelaufenthalt für öffentliche Aufmerksamkeit sorgte.

Auch andere Persönlichkeiten mit juristischem Hintergrund waren dabei: Ingrid van Bergen, die wegen Totschlags verurteilt worden war, trat ebenso an wie Arno Funke, der eine Haftstrafe wegen Erpressung verbüßt hatte. Die Gewinnerin von 2025, Lilly Becker, sah sich später mit einer Klage wegen unbezahlter Kredite konfrontiert. Die Dschungelkönigin von 2014, Melanie Müller, wurde 2024 wegen des Zeigens von Symbolen verbotener Organisationen rechtskräftig verurteilt.

Die Show hat wiederholt Kandidaten mit strafrechtlichen Vorfällen aufgenommen – von kleineren Vergehen bis hin zu schweren Straftaten. Manche Fälle betrafen finanzielle Streitigkeiten, andere drehten sich um falsche Aussagen oder Gewaltdelikte. Ihre Auftritte lösten oft öffentliche Debatten über Rehabilitation und zweite Chancen aus.