Skandal um illegale Entsorgung von Bahn-Baustellenabfall in Dortmund
Großer Prozess vor dem Dortmunder Landgericht: Illegale Entsorgung belasteter Erde von einer Baustelle der Deutschen Bahn
Vor dem Landgericht Dortmund hat ein bedeutender Prozess um die mutmaßlich illegale Entsorgung von belastetem Erdreich von einer Baustelle der Deutschen Bahn begonnen. Im Mittelpunkt steht ein Recyclingunternehmen, dem vorgeworfen wird, fast 24.000 Tonnen verschmutzte Erde ohne die erforderliche Genehmigung abtransportiert und entsorgt zu haben.
Der Angeklagte, ein Mann mit einer Vorstrafe wegen illegaler Abfallentsorgung, soll das System zwischen Februar und November 2024 organisiert haben. Die belastete Erde stammte von der Baustelle des neuen ICE-Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn in Dortmund. Die 400-Millionen-Euro-Anlage, deren Eröffnung für Mitte 2027 geplant ist, wird als klimaneutrales Projekt konzipiert und soll täglich bis zu 17 Hochgeschwindigkeitszüge warten können.
Statt die Erde ordnungsgemäß zu behandeln, soll der Abfall laut Ermittlern zu einem Umschlagplatz nach Bottrop transportiert worden sein. Von dort aus seien fast 1.000 Lkw-Ladungen mutmaßlich zu zwei Kiesgruben am Niederrhein und einer wilden Deponie in Selfkant umgeleitet worden. Der Großteil der Erde soll ohne die notwendigen Genehmigungen in Selfkant gelandet sein.
Der Angeklagte war bereits wegen seiner Verwicklung in einen Skandal um die illegale Entsorgung giftiger Ölpellets verurteilt worden. Der aktuelle Fall wirft nun Fragen auf, wie die Deutsche Bahn die Abfallentsorgung auf ihren Baustellen überwacht.
Der Prozess dreht sich um den illegalen Umgang mit 24.000 Tonnen belasteter Erde, die eigentlich fachgerecht hätte behandelt werden müssen. Das Urteil könnte Auswirkungen darauf haben, wie künftig bei großen Infrastrukturprojekten mit der Abfallentsorgung umgegangen wird. Die Deutsche Bahn hat sich bisher noch nicht dazu geäußert, ob ihre Kontrollverfahren überprüft werden.






