14 March 2026, 16:02

Siemens Mobility baut modernes Montagewerk für Regionalzüge in Duisburg

EinBlueprint einer Bahnstation mit den Worten "American Jobs Plan" darauf, mit einem Zug auf der rechten Seite und Eisenbahnschienen daneben.

Siemens Mobility baut modernes Montagewerk für Regionalzüge in Duisburg

Großes Industrieprojekt nimmt Gestalt an: Siemens Mobility baut neue Produktionshalle in Duisburg

In Duisburg entsteht ein bedeutendes Industrievorhaben: Mit dem Baubeginn einer neuen Produktionshalle für Siemens Mobility nimmt das Projekt Logport I konkrete Formen an. Die Anlage ersetzt die abgerissenen Krupp-Längshallen und stellt eine Investition von über 25 Millionen Euro dar. Stadtverantwortliche und Wirtschaftsführer begrüßen den Schritt als wichtigen Impuls für die regionale Wirtschaft.

Das Gelände im Duisburger Stadtteil Rheinhausen war einst Standort des Krupp-Stahlwerks, dessen markante Längshallen bis 2023/24 abgerissen wurden. Die verbliebenen Querhallen harren noch der Sanierung, doch das neue Vorhaben markiert einen strategischen Wandel. Seit dem Jahr 2000 treibt Markus Bangen, Geschäftsführer der Duisport, die Umwandlung des ehemaligen Industrieareals in einen modernen Logistik- und Produktionsstandort voran.

Die Bauarbeiten für die neue Halle begannen im März 2026; die Fertigstellung ist noch für denselben Jahresende geplant. Anders als frühere, rein logistisch ausgerichtete Projekte wird die Anlage als vollwertiges Montagewerk für Siemens Mobility dienen. Das Unternehmen, das am Standort Uerdingen unter Platzmangel leidet, wird hier Regionalzüge fertigen.

Das 200.000 Quadratmeter große Gebäude verfügt über hochmoderne Infrastruktur: fünf interne Kransysteme, zwei 223 Meter lange Gleisabschnitte sowie zwei 200 Meter lange Wartungsgruben. Eine direkte Schienenanbindung ermöglicht effiziente und umweltfreundliche Logistik und reduziert den Lkw-Verkehr innerhalb von Logport I. Matthias Wittemer von Siemens Mobility bestätigte, dass der Standort über reine Lagerfunktionen hinausgeht und als zentrales Produktionszentrum dienen wird.

Die Duisport stand in der Vergangenheit wegen der Handhabung von Industriehallenvorhaben in der Kritik. Doch Geschäftsführer Bangen bezeichnet das aktuelle Projekt nun als Schaffung von "echtem Mehrwert" und als Chance, den Ruf des Sektors zu verbessern. Auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link unterstützt die Initiative und sieht darin einen positiven Schritt für die Zukunft der Stadt.

Die Inbetriebnahme der neuen Produktionshalle ist für Ende 2026 geplant. Mit der direkten Schienenanbindung und modernen Einrichtungen soll das Vorhaben die Effizienz steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung verringern. Für Duisburg bedeutet der Neubau einen Wandel hin zu hochwertiger Fertigung in einer traditionell industriell geprägten Region.

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