Selfie auf Zugdach endet mit lebensgefährlichen Verbrennungen im Kölner Hauptbahnhof
Anna FuchsSelfie auf Zugdach endet mit lebensgefährlichen Verbrennungen im Kölner Hauptbahnhof
Schwerverletzter nach Stromunfall: Mann erleidet lebensgefährliche Verbrennungen bei Selfie auf Zugdach im Kölner Hauptbahnhof
Ein 25-jähriger Mann hat schwere Verbrennungen erlitten, nachdem ihn ein Lichtbogen traf, während er auf einem Zug im Kölner Hauptbahnhof ein Selfie machte. Der Vorfall ereignete sich auf einem haltenden Regionalexpress (RE 1) und führte zu lebensbedrohlichen Verletzungen des Mannes sowie zu massiven Behinderungen im Regionalverkehr.
Der Unfall passierte, als der Mann auf das Dach des Zuges kletterte, um dort ein Foto zu schießen. Dabei entstand ein Lichtbogen, der ihn traf und vom Dach auf den Bahnsteig stürzen ließ. Der Verletzte war kurz bei Bewusstsein, bevor Rettungskräfte ihn notfallmäßig ins Krankenhaus brachten.
Die Bundespolizei warnte daraufhin eindringlich vor den extremen Gefahren von Bahnstrom. Sie betonte, dass leichtsinniges Verhalten in der Nähe von Zügen – wie das Klettern auf Wagen oder das Machen riskanter Selfies – tödliche Folgen haben könne. Die Behörden rufen nun Zeugen auf, sich zu melden, und bieten Betroffenen seelsorgerische Unterstützung an.
Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr waren erheblichem: Insgesamt 24 Züge hatten Verspätungen, drei wurden umgeleitet und drei weitere teilweise oder vollständig gestrichen. Fahrgäste mussten insgesamt 261 Minuten Wartezeit in Kauf nehmen, bevor die Strecke gegen 17:30 Uhr wieder freigegeben wurde.
Der Mann befindet sich weiterhin mit kritischen Verletzungen nach dem Stromschlag im Krankenhaus. Verkehrsverantwortliche wiederholten ihre Sicherheitshinweise und wiesen erneut auf die tödlichen Risiken hin, die mit dem unsachgemäßen Umgang mit Bahnanlagen verbunden sind. Der Vorfall zeigt zudem, welche weitreichenden Folgen solche Unfälle für Fahrpläne und Pendler haben können.






