Schwerer E-Scooter-Unfall in Dormagen: Zwei Mädchen mit Kopfverletzungen im Krankenhaus
Jonas WagnerSchwerer E-Scooter-Unfall in Dormagen: Zwei Mädchen mit Kopfverletzungen im Krankenhaus
Zwei Mädchen bei E-Scooter-Unfall in Dormagen verletzt
Am Mittwochabend sind zwei jugendliche Mädchen bei einem Unfall mit einem E-Scooter in Dormagen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 19:30 Uhr, als die 14- und 15-Jährigen gemeinsam auf einem einzigen Scooter die Bahnhofstraße entlangfuhren. Beide erlitten Kopfverletzungen und wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Die Mädchen teilten sich den E-Scooter, als sie versuchten, wieder auf den Gehweg zu fahren. Dabei verloren sie das Gleichgewicht, stürzten und schlugen mit dem Kopf auf. Die Ermittler suchen nun nach unabhängigen Zeugen, um den Hergang zu klären, da die bisherigen Schilderungen des Unfalls widersprüchlich sind.
E-Scooter sind für eine Person ausgelegt, und das Mitfahren einer zweiten Person kann die Stabilität beeinträchtigen. Helme können das Risiko schwerer Kopfverletzungen deutlich verringern, ob die Mädchen welche trugen, ist jedoch noch unklar.
Die Behörden prüfen zudem, ob Dritte eine Rolle bei dem Vorfall spielten. Der Unfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland die Vorschriften für E-Scooter verschärft. Seit dem 1. März müssen alle Scooter eine Pflichtversicherung haben, und ab 2024 sind neue schwarze Kennzeichen vorgeschrieben.
Im Jahr 2023 gab es bundesweit rund 9.430 gemeldete E-Scooter-Unfälle mit Verletzten. Die Zahlen für 2024 deuten auf einen deutlichen Anstieg hin: Bisher wurden fast 12.000 Vorfälle registriert – ein Plus von 26,7 Prozent. Besonders betroffen sind Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg. Allein in Berlin wurden im vergangenen Jahr 871 leichte und 98 schwere Verletzungen verzeichnet.
Die Ermittlungen zum Unfall in Dormagen dauern an. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von E-Scootern, insbesondere beim Mitfahren mehrerer Personen. Beide Mädchen befinden sich nach wie vor in ärztlicher Behandlung.






