06 June 2026, 16:03

Schlaganfallversorgung in Solingen bleibt – doch der Neubau drängt

Stroke Unit: SPD bezeichnet Kplus-Gruppen-Kritik als 'peinlich und nervig'

Schlaganfallversorgung in Solingen bleibt – doch der Neubau drängt

Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden sind vom Tisch

Die Kplus Gruppe hat ihre Pläne aufgegeben, die Schlaganfallbehandlung vom Standort Solingen nach Hilden zu verlegen. Die SPD-Fraktion begrüßt diese Entscheidung als einen „wichtigen Fortschritt“ für die Stadt und den südlichen Kreis Mettmann. Lokale Politiker fordern nun konkrete Schritte, um die Zukunft der Solinger Gesundheitsversorgung zu sichern.

Iris Preuß-Buchholz, Vorsitzende der SPD-Fraktion, bezeichnete den Beschluss als „positiven Schritt für Solingen“. Sie hatte stets betont, dass eine Verlegung der Stroke Unit nach Hilden für eine Stadt der Größe Solingens nie eine tragfähige Lösung gewesen sei. Das städtische Krankenhaus erfülle bereits alle Anforderungen für moderne Diagnostik und Behandlung, so Preuß-Buchholz.

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Gleichzeitig übt sie scharfe Kritik an der Kplus-Geschäftsführung und bezeichnet deren jüngste Äußerungen als „peinlich und empörend“. Zudem moniert sie das Fehlen des Solinger CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Haug in der Debatte. Haug müsse sich nun darauf konzentrieren, die gesundheitliche Versorgung der Bürger zu gewährleisten, fordert sie.

Vor dem Krankenhaus steht nun eine große Herausforderung: der Neubau einer neurologischen Abteilung inklusive einer Stroke Unit – und das in einem engen Zeitrahmen. Preuß-Buchholz betont, dass die Finanzierungsverantwortung beim Land liege, nicht allein bei Krankenhaus oder Kommune. Sie verlangt, dass die notwendigen Millioneninvestitionen unverzüglich gesichert werden.

Mit dem Stopp der Verlegungspläne ist die Unsicherheit um die Solinger Schlaganfallversorgung zunächst behoben. Doch nun muss die Stadt Druck aufbauen, um Landesmittel für den dringend benötigten Neubau zu erhalten. Ohne verbindliche Finanzzusagen bleibt die Fähigkeit des Krankenhauses, lebenswichtige Leistungen zu erbringen, weiter gefährdet.

Quelle