Sanimed startet nach der Krise mit neuem Zukunftscampus durch
Sanimed, ein langjähriger Anbieter von Reha- und Medizintechnik, hat sich nach einer schwierigen Phase neu erfunden. Das Unternehmen, das mittlerweile zur Löwenstein Medical Group gehört, hat finanzielle Turbulenzen überwunden und plant nun eine große Expansion mit einem neuen "Zukunftscampus" in Ibbenbüren. Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen – ein weiterer Meilenstein für das Unternehmen.
Gegründet 1983, entwickelte sich Sanimed zu einem Marktführer im Vertrieb medizinischer Hilfsmittel und bot Produkte wie Rollstühle, Wundversorgungsmaterial und Elektromobile an. Das Unternehmen wechselte mehrfach den Besitzer: 2001 übernahm die Hartmann Gruppe die Firma, 2020 folgte der Verkauf an Palero, bevor Löwenstein 2021 die Geschäfte übernahm.
Unter der Führung von Löwenstein durchlitt Sanimed 2024/2025 eine "existenzbedrohende Krise", gelingt jedoch die erfolgreiche Restrukturierung. 2025 erzielte das Unternehmen erstmals seit Jahren einen ausgeglichenen Haushalt. Die Wende fällt in eine Phase globaler Expansion der Löwenstein-Gruppe, die 2023 den US-amerikanischen Hersteller RespSense und 2025 das britische Unternehmen Air Liquide Medical Systems übernahm.
Der neue Campus in Ibbenbüren wird auf 16.000 Quadratmetern Büros, ein Logistikzentrum und ein Flagship-Store vereinen. Das Projekt soll die Effizienz steigern, indem Verwaltung und Logistik zentralisiert und Synergien innerhalb der Löwenstein-Gruppe genutzt werden.
Sanimeds Erholung und die Wachstumspläne spiegeln die gestärkte Position unter dem Dach von Löwenstein wider. Der geplante Campus wird die Abläufe modernisieren und die weitere Expansion unterstützen. Mit solider finanzieller Basis und klarer Strategie konzentriert sich das Unternehmen nun auf die langfristige Entwicklung.