S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 1,2 Milliarden Euro Bundesförderung
Jonas WagnerS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 1,2 Milliarden Euro Bundesförderung
Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln ist finanziert und geht voran
Die Erweiterung der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die volle Finanzierung erhalten und nimmt konkrete Formen an. Die deutsche Bundesregierung stellt 1,2 Milliarden Euro bereit, während Nordrhein-Westfalen (NRW) 305 Millionen Euro beisteuert. Die Verantwortlichen streben an, die Bauarbeiten bereits gegen Ende 2030 zu beginnen – Verzögerungen bleiben jedoch möglich.
Das Gesamtbudget des Projekts beläuft sich nun auf 836 Millionen Euro, wobei 531 Millionen direkt aus Bundesmitteln stammen. Die Maßnahmen umfassen den Bau eines zweiten Gleises auf der Strecke, die Modernisierung des Bahnhofs Bergisch Gladbach sowie einen neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut.
Geplant sind außerdem neue Mittelbahnsteige für den Kölner Hauptbahnhof und den Bahnhof Köln Messe/Deutz. Nach Fertigstellung wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in den Hauptverkehrszeiten fast alle fünf Minuten.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass die finalen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer erwartet werden. Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Verträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen, nachdem die Planfeststellung erteilt wurde. Die erste größere Vollsperrung soll kurz nach Ostern 2026 starten.
Allerdings gerät der angestrebte Fertigstellungstermin für das zweite Gleis Anfang 2032 ins Wanken. Terminliche Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten lassen Befürchtungen aufkommen, dass es zu Verzögerungen kommen könnte.
Der Ausbau der S11 wird die Schienenkapazitäten zwischen Bergisch Gladbach und Köln deutlich erhöhen. Mit gesicherter Bundes- und Landesfinanzierung steht das Projekt nun vor der nächsten Phase. Doch Unsicherheiten bei den Zeitplänen könnten bedeuten, dass Fahrgäste länger auf die Fertigstellung warten müssen als ursprünglich geplant.






