RWE baut 45 Kilometer Pipeline für Rheinwasser-Umleitung zu Tagebau Hambach
Miriam KönigRWE baut 45 Kilometer Pipeline für Rheinwasser-Umleitung zu Tagebau Hambach
RWE bereitet den Bau einer 45 Kilometer langen Pipeline vor, die Rheinwasser in den Tagebau Hambach umleiten soll. Die Arbeiten für das Projekt, das im Frühjahr 2025 beginnen soll, werden voraussichtlich 18 bis 24 Monate dauern. Bereits jetzt gibt es Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur – unter anderem wird eine wichtige Verkehrsverbindung für zwei Jahre gesperrt.
In der ersten Bauphase werden Tausende Stahlrohre verbaut, jedes 12 Meter lang und 2,2 Meter breit. Diese lagern derzeit im Kraftwerk Niederaußem in Bergheim. Ab Mitte März sollen sie entlang der Terra-Nova-Schnellstraße nach Elsdorf transportiert und dort abschnittsweise verlegt werden.
Die Terra-Nova-Schnellstraße verzeichnet seit Baubeginn am 2. März 2026 einen deutlichen Anstieg des Verkehrsaufkommens. Für das Projekt bleibt die Straße zwei Jahre lang gesperrt. Parallel richtete RWE eine Baustelle am Rheinufer bei Dormagen-Rheinfeld ein, wo eine Pumpstation entsteht. Diese soll bis zu 18 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Fluss fördern.
Sobald die Pipeline in Betrieb ist, wird sie Rheinwasser in den Tagebau Hambach und später auch in den Tagebau Garzweiler leiten. Allerdings fehlt RWE noch die Genehmigung für die Einleitung des Wassers. Das Prüfverfahren für diese Erlaubnis soll erst im Herbst beginnen.
Das Projekt folgt einem straffen Zeitplan: Die Planfeststellung soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein, die Verlegung der Rohre (von Nord nach Süd) dauert bis Mitte 2026. Die vollständige Inbetriebnahme des Systems ist für Ende 2026 vorgesehen.
Die Pipeline wird große Mengen Rheinwasser in die Tagebaue Hambach und Garzweiler umleiten. Die Bauarbeiten werden den lokalen Verkehr für die nächsten zwei Jahre beeinträchtigen, darunter auch die Terra-Nova-Schnellstraße. Die Fertigstellung des Projekts hängt zudem von noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen ab.






