Rheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Admin User
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Ein Collage mit Menschen, die performen, einer Statue und einem Gebäude.

Rheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den vergangenen Monaten ist eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Sport, Kultur und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Region bleibende Spuren.

Unter ihnen befanden sich ein ehemaliger Ministerpräsident, ein wegweisender Journalist sowie prägende Persönlichkeiten der Karnevalstradition, der Behindertenrechtsbewegung und des Fußballs.

Bernhard Vogel, einer der einflussreichsten Politiker Deutschlands, starb im Alter von 92 Jahren. Zwölf Jahre lang führte er Rheinland-Pfalz als Ministerpräsident, bevor er später in Thüringen amtierte. Seine politische Laufbahn prägte die Regionalpolitik über Jahrzehnte.

Herbert Mertin, Justizminister des Landes und FDP-Mitglied, verstarb mit 66 Jahren. Von 2016 bis zu seinem Tod hatte er das Amt inne und setzte sich für Rechtsreformen und die Justizverwaltung ein. In der Journalismusbranne verlor Ekkehardt Gahntz, langjähriger ZDF-Nachrichtensprecher, im Alter von 79 Jahren sein Leben. Über 25 Jahre prägte er die Nachrichtensendungen des Senders und genoss für seine Professionalität und Integrität großen Respekt.

Die Mainzer Karnevalsszene trauert um zwei ihrer prägendsten Gestalten. Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagengestalter des MCV, starb mit 84 Jahren. Seine aufwendigen Rosenmontagszug-Wagen begeisterten über sechs Jahrzehnte hinweg die Zuschauer. Auch Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Gardenballetts, verstarb im Alter von 85 Jahren. Sie spielte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Karnevalstraditionen der Stadt.

Im Sport hinterlassen der Tod von Holger Bernhardt, ehemaliger Torhüter des 1. FSV Mainz 05, der bei einem Verkehrsunfall mit nur 52 Jahren ums Leben kam, sowie der Verlust von Sigurd Spielmann, Ehrenmitglied des Vereins, das mit Mainz 05 über 70 Jahre verbunden war und mit 90 Jahren starb, eine große Lücke.

Marita Boos-Waidosch, die Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, wurde für ihr Engagement für Barrierefreiheit und Inklusion gewürdigt. Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 die Förderung des Unterhaus e.V. leitete, verstarb ebenfalls. Ihr Einsatz sicherte über Jahre den Erhalt dieser wichtigen Kulturstätte. Der Onkologe Dr. Thomas Flohr starb mit nur 57 Jahren. Seine Arbeit gab vielen Krebspatienten durch moderne Therapien neue Hoffnung. Unerwartet verstarb auch Ulf Glasenhardt, Koordinator kultureller Veranstaltungen in Mainz und Wiesbaden. Sein Wirken bereicherte die lokale Kunstszene nachhaltig.

Die Todesfälle markieren das Ende einer Ära für Rheinland-Pfalz. Ihr Schaffen in Politik, Medien, Kultur und sozialem Engagement hat die Identität der Region geprägt. In den kommenden Wochen werden mit Gedenkveranstaltungen und Würdigungen ihr Andenken geehrt.