Rheinische Post will mit Übernahme zur größten NRW-Zeitung werden
Die Rheinische Post will ihre Reichweite durch die Übernahme westfälischer Zeitungen und deren Digitalplattformen ausbauen. Wie Anfang März bekannt gegeben wurde, würde der Deal die Zeitung zur größten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen machen. Die Aufsichtsbehörden prüfen nun die geplante Übernahme.
Die Rheinische Post hatte zu Beginn des März ihre Pläne zum Kauf der westfälischen Zeitungen vorgestellt. Dieser Schritt folgt einem branchenweiten Trend, bei dem kleinere Verlage zu größeren Medienkonzernen fusionieren.
Das Bundeskartellamt wird den Deal bewerten, hat dabei jedoch begrenzte Spielräume. Die Prüfung konzentriert sich ausschließlich auf Leserzahlen und Wettbewerbsaspekte im Anzeigengeschäft. Rechtlich darf die Behörde nicht untersuchen, wie sich die Fusion auf die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit auswirken könnte.
Sobald die Übernahme abgeschlossen ist, wird die Rheinische Post an die Spitze des nordrhein-westfälischen Zeitungsmarktes rücken. Ihre kombinierte Auflage in Print und Digital würde alle anderen regionalen Tageszeitungen übertreffen.
Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden. Bei einer Freigabe würde die Rheinische Post die regionale Zeitungslandschaft dominieren. Die Entscheidung wird sich an der Marktwirkung orientieren – nicht an redaktionellen Bedenken.






