PSA-Test wird neuer Standard für die Prostatakrebs-Früherkennung ab 2025
Miriam KönigWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - PSA-Test wird neuer Standard für die Prostatakrebs-Früherkennung ab 2025
Neue Leitlinien empfehlen nun den PSA-Test als Hauptmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs. Die Änderung erfolgte nach Jahren, in denen man sich auf manuelle Untersuchungen und Ultraschalluntersuchungen verließ. Viele Männer mieden in der Vergangenheit Vorsorgeuntersuchungen wegen der Unannehmlichkeiten der älteren Verfahren.
Die aktualisierte Empfehlung sieht vor, dass Männer ihren ersten PSA-Test Mitte vierzig durchführen lassen sollten. Dadurch wird ein Basiswert ermittelt, der hilft, das persönliche Risiko und den künftigen Untersuchungsrhythmus zu bestimmen. Ein starker Anstieg des PSA-Werts kann zudem auf Prostatakrebs hindeuten.
Im neuen System bedeutet ein Wert von 1,5 oder darunter eine Nachuntersuchung nach fünf Jahren. Ergebnisse zwischen 1,5 und 3 erfordern Kontrollen alle zwei Jahre, während Werte über 3 eine sofortige Abklärung notwendig machen. Ziel der Umstellung ist es, die Vorsorge weniger invasiv und gleichzeitig wirksamer zu gestalten.
Trotz der Bedeutung der Früherkennung lassen sich laut Deutscher Krebshilfe nur etwa 17 Prozent der Männer regelmäßig vom Urologen untersuchen. Viele Krebserkrankungen der Blase, Nieren oder Hoden zeigen im Frühstadium keine Symptome, was regelmäßige Kontrollbesuche umso entscheidender macht.
Der PSA-Test hat die digitale rektale Untersuchung in den offiziellen Screening-Richtlinien abgelöst. Die Neuregelung tritt 2025 in Kraft und soll mehr Männer zur Vorsorge motivieren. Denn Frühdiagnosen bleiben der Schlüssel, um die Überlebenschancen bei Prostata- und anderen urologischen Krebsarten zu verbessern.






