27 March 2026, 00:05

Proteste in Dortmund: Aktivisten wehren sich gegen Kürzungen bei Sozialleistungen

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung in Not zeigt, mit Text oben und unten.

Proteste in Dortmund: Aktivisten wehren sich gegen Kürzungen bei Sozialleistungen

Dutzende Aktivistinnen und Aktivisten versammelten sich diese Woche vor dem Dortmunder Jobcenter, um gegen geplante Kürzungen bei Sozialleistungen zu protestieren. Die unter dem Motto "Solidarität statt Zwangsarbeit" organisierte Kundgebung sollte auf die Notlagen arbeitsloser Dortmunder aufmerksam machen – insbesondere jener, die von Obdachlosigkeit, Suchterkrankungen oder schweren Krankheiten betroffen sind. Rednerinnen und Redner forderten die Regierung auf, die soziale Absicherung zu stärken, statt sie weiter abzubauen.

Angeführt wurde der Protest vom Hartz Café Dortmund, einer lokalen Initiative, die Leistungsbeziehende unterstützt. Die Organisatoren Luca und Alexander betonten, dass viele Arbeitslose bereits in ständiger Angst lebten, ihre existenzsichernden Hilfen zu verlieren. Weitere Kürzungen, so warnten sie, würden benachteiligte Gruppen noch tiefer in die Armut treiben.

Die Rechtsanwältin und Sozialberaterin Steffi Eulitz berichtete von der extremen Not marginalisierter Personen, darunter Drogenabhängige, Obdachlose sowie ältere oder kranke Dortmunder. Sie kritisierte Pläne für pauschale Wohnkostenzuschüsse, die die realen Lebenshaltungskosten ignorierten. Allein in Dortmund schlafen schätzungsweise 500 bis 600 Menschen auf der Straße, viele weitere leben in prekären Wohnverhältnissen.

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Christopher Davis, Sekretär der Gewerkschaft FAU, bezeichnete die geplanten Leistungskürzungen als direkte Bedrohung für Beschäftigte und Arbeitslose gleichermaßen. Die Veranstaltung ermöglichte Betroffenen, ihre Erfahrungen zu teilen und sich gegen die Veränderungen zur Wehr zu setzen. Die Aktivistinnen und Aktivisten forderten mehr Solidarität und ein stärkeres soziales Auffangnetz statt Sparmaßnahmen.

Der Protest setzte die lokalen Behörden unter Druck, die Kürzungspläne zu überdenken. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Hunderten Obdachlosen warnten die Organisatoren, dass geringere Leistungen die soziale Ungleichheit weiter verschärfen würden. Die Kundgebung endete mit Appellen an nachhaltige Lösungen, um die schwächsten Dortmunderinnen und Dortmunder langfristig zu unterstützen.

Quelle