23 May 2026, 08:08

Polizei Siegen schlägt gegen illegales Tuning und Raserei hart zu

POL-SI: Erfolgreicher Sonder Einsatz an Szene-typischen Treffpunkten der Poser- und Tuner-Szene: Verkehrsdienst fand einige Verstöße #polsiwi

Polizei Siegen schlägt gegen illegales Tuning und Raserei hart zu

Polizei Siegen-Wittgenstein geht gegen illegale Fahrzeugumbauten und rücksichtsloses Fahren vor

Am vergangenen Freitagabend führte die Polizei in Siegen-Wittgenstein eine großangelegte Kontrolle gegen illegale Tuning-Umbauten und gefährliches Fahrverhalten durch. Im Fokus standen bekannte Treffpunkte der Tuning- und Poser-Szene, wo Dutzende Verstöße geahndet und rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten eingeleitet wurden. Die Beamten konzentrierten sich dabei auf Lärmbelästigung, Raserei und allgemeine Verkehrsgefährdung.

Die Aktion begann am 30. Mai 2025 mit Kontrollen an mehreren Orten, darunter Geisweid unter der HTS-Brücke, der Obi-Parkplatz in Weidenau sowie innerstädtische Straßen. Besonders auffällig war ein weißer Nissan auf der Geisweider Straße, dessen übermäßiger Lärmpegel sofort ins Auge fiel. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 37-jährige Fahrer aus Siegen den Schalldämpfer („db eater“) entfernt hatte – ein Verstoß, der zur Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit führte.

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Bei Geschwindigkeitsmessungen auf der HTS in Richtung Kreuztal wurden über 200 Blitzerauslösungen registriert, wobei mehr als 130 Fahrer Verwarnungsgelder erhielten. Gegen weitere 70 Fahrzeugführer laufen nun Ermittlungsverfahren. Drei Autofahrer müssen aufgrund schwerwiegender Verstöße sogar mit einem vorübergehenden Fahrverbot rechnen.

Die Beamten führten über 25 Gespräche mit Mitgliedern der Szene, fertigten zusätzliche Ordnungswidrigkeitenanzeigen an, erstatteten eine Strafanzeige und verhängten weitere Bußgelder. Beim Nissan wurden insgesamt elf separate Verstöße festgestellt, woraufhin die Zulassung des Fahrzeugs entzogen wurde.

„Null Toleranz“ bei rücksichtslosem Fahrverhalten Polizeidirektor Marcel Zirnsak, Leiter der Verkehrsabteilung, betonte, man werde künftig mit aller Konsequenz gegen gefährliche Fahrmanöver bei solchen Treffen vorgehen. Sowohl strafrechtliche als auch ordnungsrechtliche Verstöße würden konsequent verfolgt.

Die Aktion führte zu sofortigen Sanktionen, darunter Geldstrafen, Zulassungsentzüge und mögliche Fahrverbote. Die Polizei kündigte an, dass weitere gezielte Maßnahmen folgen werden, um illegale Umbauten und riskantes Fahrverhalten auf den Straßen einzudämmen.

Quelle