Polizei kontrolliert bundesweit: Gurtpflicht und Bahnübergänge im Fokus der "Aktion Gurt"
Miriam KönigPolizei kontrolliert bundesweit: Gurtpflicht und Bahnübergänge im Fokus der "Aktion Gurt"
Bundesweit beteiligte sich die deutsche Polizei an einer europaweiten Verkehrssicherheitskampagne mit Fokus auf die Anschnallpflicht und Verstöße an Bahnübergängen. Die unter dem Namen "Aktion Gurt" durchgeführte Kontrollwelle umfasste im März 2024 Einsätze in Sachsen, Mainz und dem Rhein-Sieg-Kreis. Dabei wurden zahlreiche Verstöße registriert – von fehlender Sicherheitsgurt-Nutzung bis zu gefährlichem Verhalten im Bereich von Schienen.
Im Rhein-Sieg-Kreis überprüften Beamte im Rahmen der Aktion mehr als 140 Fahrzeuge. 25 Autofahrer wurden ohne angelegten Gurt angetroffen und müssen nun mit Bußgeldern rechnen. Zudem ahndeten die Behörden weitere Ordnungswidrigkeiten: 15 Fahrer erwarten nun verwaltungsrechtliche Verfahren, weil sie während der Fahrt ihr Handy nutzten.
Ein Motorradfahrer wurde wegen übermäßigen Lärms angehalten; zudem fehlte an seinem Fahrzeug ein vorgeschriebener Reflektor, und die Reifen wiesen eine unzureichende Profiltiefe auf. Besonders brisant: In Sankt Augustin riskierte ein 17-jähriger Schüler einen schweren Unfall, als er trotz rotem Signal die Gleise an der Bonner Straße überquerte.
Ziel der Kampagne war es, durch konsequente Kontrollen die Einhaltung der Anschnallpflicht und der Regeln an Bahnübergängen zu erzwingen – und so die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zwar liegen bisher nur Berichte über die deutsche Beteiligung vor, doch handelt es sich um eine europaweite Initiative zur Reduzierung von Unfallrisiken im Straßenverkehr.
Die Aktion führte zu Geldstrafen und rechtlichen Konsequenzen für zahlreiche Verkehrsteilnehmer. Im Mittelpunkt standen Verstöße gegen die Gurtpflicht, die Handy-Nutzung am Steuer sowie gefährliches Verhalten an Bahnübergängen. Die Behörden betonten erneut, wie entscheidend die Einhaltung der Verkehrsregeln ist – um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.