19 February 2026, 02:04

Polizei deckt skandalöse Verstöße im gewerblichen Schrotttransport auf

Ein Mann bedient einen Gabelstapler, der einen Container trägt und eine Straße mit anderen Fahrzeugen befährt, unter einem klaren Himmel mit Masten im Hintergrund.

Polizei deckt skandalöse Verstöße im gewerblichen Schrotttransport auf

Eine Woche andauernde Polizeikontrollen in Nordrhein-Westfalen decken schwere Verstöße im gebrauchtwagenverkehr auf

Bei einer einwöchigen Polizeiaktion in Nordrhein-Westfalen sind gravierende Verstöße im gewerblichen Transportwesen aufgedeckt worden. Am Dienstag, dem 10. Februar 2026, hielten Beamte auf der Detmolder Straße einen Schrotthändler an – mit weitreichenden Folgen. Der 51-jährige Fahrer aus Detmold war seit einem Jahrzehnt ohne gültigen Führerschein unterwegs.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der verwendete VW LT 40-Kleinlastwagen in einem gefährlichen Zustand war: Die Achsen waren defekt, und eine industrielle Waage war unsachgemäß verladen. Die Behörden stuften das Fahrzeug als nicht verkehrssicher ein und erteilten ein Fahrverbot. Gegen den Fahrer sowie den Halter, einen 53-jährigen Detmolder, der den unberechtigten Einsatz des Fahrers ermöglicht hatte, wurden Strafverfahren eingeleitet.

Der Fahrer präsentierte zudem einen gefälschten kroatischen Führerschein, was die Liste der Verstöße verlängerte. Ermittlungen ergaben außerdem, dass das Unternehmen seit Jahren über keine gültige Genehmigung für den gewerblichen Schrottsammelbetrieb verfügte – ein möglicher Hinweis auf Sozialbetrug und Steuerhinterziehung.

Der Vorfall war Teil der europaweiten ROADPOL-Aktion "Lkw und Bus". Allein in Ostwestfalen und Bielefeld kontrollierten die Beamten 293 Lastwagen und Busse, wobei in 133 Fällen Verstöße festgestellt wurden. Sieben Fahrzeuge durften ihre Fahrt nicht fortsetzen. Die Polizei dokumentierte 60 Ordnungswidrigkeiten, darunter überhöhte Geschwindigkeit, Überladung und mangelnde Ladungssicherung.

Ähnliche Großkontrollen fanden in den vergangenen drei Jahren auch in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen statt. Diese Bundesländer, die besonders stark vom Transitverkehr betroffen sind, legen einen Schwerpunkt auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und die korrekte Ladungssicherung.

Als Folge der Aktion wurden gegen den Fahrer und den Fahrzeug Halter Strafverfahren eingeleitet. Zudem verhängten die Behörden mehrere Bußgelder und erstatteten Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Probleme bei der Einhaltung von Vorschriften im gewerblichen Transportwesen in mehreren deutschen Bundesländern.

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