25 April 2026, 16:04

Politisch motivierte Kriminalität in Bielefeld steigt 2024 um über 30 Prozent

Gruppe von Menschen mit einem Banner 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Politisch motivierte Kriminalität in Bielefeld steigt 2024 um über 30 Prozent

Polizeipräsidentin Dr. Sandra Müller-Steinhauer hat den Jahresbericht 2024 zu politisch motivierter Kriminalität (PMK) für Bielefeld vorgestellt. Die Daten zeigen einen deutlichen Anstieg der Straftaten, der vor allem auf Aktivitäten in sozialen Medien und wahlbezogene Vorfälle zurückzuführen ist.

Der vollständige Bericht ist nun auf der Website der Bielefelder Polizei abrufbar. Medienanfragen richten sich an den Führungsstab, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

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Im Jahr 2024 stieg die Zahl der PMK-Delikte in Bielefeld um 32,2 Prozent auf 1.163 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit den Wahlen zum Europäischen Parlament und einer Zunahme von Vorfällen im Internet. Trotz des Anstiegs blieb die Aufklärungsquote bei diesen Straftaten mit 36,54 Prozent stabil – unverändert seit 2019.

Besonders stark stieg die Zahl der social-media-bezogenen Straftaten: Sie erhöhte sich um 72,9 Prozent auf 166 Fälle. Davon wurden 99 als Hasspostings eingestuft, wobei mehr als die Hälfte dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet wurde. Auch antisemitische Straftaten waren auffällig vertreten und machten 56 Delikte aus – größtenteils in den Kategorien "rechtsextrem" und "fremde Ideologie".

Ein positiver Trend zeigt sich bei den gewalttätigen PMK-Delikten: Hier ging die Zahl drastisch um 62 Prozent zurück – von 58 Fällen im Jahr 2023 auf nur noch 22 im Jahr 2024.

Der Bericht 2024 zeichnet ein gemischtes Bild: Während politisch motivierte Kriminalität – insbesondere im Netz – zunimmt, geht die Zahl der Gewaltdelikte zurück. Die Ergebnisse unterstreichen den wachsenden Einfluss sozialer Medien auf PMK-Straftaten sowie die Spannungen im Zusammenhang mit Wahlen. Weitere Details sind im vollständigen Bericht auf der Website der Bielefelder Polizei nachzulesen.

Quelle