Overath stellt sich gegen AfD: Bürgerprotest am 20. Februar wächst
In Overath formiert sich Widerstand gegen eine rechtsextreme Veranstaltung am 20. Februar. Die Alternative für Deutschland (AfD) plant an diesem Tag ihre "Populistische Politische Fastenpredigt" im Kulturbahnhof – doch lokale Initiativen rufen nun zu einer Gegenkundgebung auf. Zahlreiche Organisationen unterstützen bereits den Protest und fordern ein sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus.
Der Aktionskreis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Rhein-Berg organisiert die Demonstration, die am 20. Februar um 17 Uhr auf dem Overather Bahnhofsplatz beginnt. Die Kampagne stößt auf große Resonanz: Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden in Bergisch Gladbach fast 600 Unterschriften gesammelt. Wer die Initiative unterstützen möchte, kann jeden Samstag zwischen 10 und 13 Uhr am Infostand des Vereins in der Fußgängerzone der Stadt seine Unterschrift hinterlassen.
Die Aktion findet breite Unterstützung. Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt, dessen Vorsitzender Roland Vossebrecker ist, betont die Notwendigkeit eines klaren öffentlichen Bekenntnisses zu Demokratie und Zusammenhalt. Auch die Ortsgruppe der Omas gegen Rechts beteiligt sich an der Unterschriftenaktion, ebenso wie der Kreisvorstand der Linken, der die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme aufruft – mit Verweis auf die regionale Tradition von Offenheit und Menschenrechten.
Die lokale Initiative reiht sich ein in eine bundesweite Bewegung. Über zwei Millionen Menschen haben landesweit eine Petition für ein AfD-Verbot unterzeichnet. In Nordrhein-Westfalen hat ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis den Landtag in einer Appellaktion angesprochen, im Saarland fand die Kampagne "AfD-Verbot Jetzt" bereits in sieben Städten Unterschriftenstände. Weitere Informationen gibt es unter www.gl-devi.de, auf den Social-Media-Kanälen des Vereins (@gl.de.vi), unter nrw-appell-afd-verbot.de sowie auf weact.campact.de/p/nrwappell.
Die Gegenkundgebung in Overath findet nur wenige Stunden vor der AfD-Veranstaltung statt. Mit wachsender Unterstützung aus der Region wollen die Organisatoren ein deutliches Signal gegen rechtsextreme Politik setzen. Die Unterschriftenaktion läuft weiter – Interessierte haben in den kommenden Wochen mehrere Möglichkeiten, sich zu beteiligen.






