11 March 2026, 18:03

NRW verschärft Gesetze für psychisch kranke Straftäter – mehr Kontrolle, weniger Risiko

Eine Zeichnung eines mehrfenstrigen Gebäudes mit einem Schornstein, das mutmaßlich ein Psychiatriekrankenhaus in Deutschland ist, begleitet von beschreibendem Text.

NRW verschärft das Gesetz nach gewalttätigen Verbrechen durch psychisch Kranke - NRW verschärft Gesetze für psychisch kranke Straftäter – mehr Kontrolle, weniger Risiko

Nordrhein-Westfalen führt neues Gesetz zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit ein

Nach gewalttätigen Straftaten durch psychisch kranke Personen will Nordrhein-Westfalen ein neues Gesetz einführen, das die öffentliche Sicherheit stärken soll. Im Mittelpunkt der Regelung steht eine bessere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern, Behörden und Unterbringungseinrichtungen, um Hochrisikofälle effektiver zu bewältigen.

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Künftig sollen nur noch die Amtsgerichte über die Entlassung psychisch kranker Patientinnen und Patienten entscheiden dürfen. Diese Änderung zielt darauf ab, die Entscheidungsfindung zu zentralisieren und eine strengere Kontrolle zu gewährleisten. Zudem erhalten die Gerichte die Befugnis, in Ausnahmefällen die Notunterbringung um bis zu 24 Stunden zu verlängern.

Darüber hinaus sind Krankenhäuser nun verpflichtet, alle relevanten Informationen über Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risikopotenzial nach ihrer Entlassung an die sozialpsychiatrischen Dienste weiterzugeben. Gerichte können zudem Urlaub oder Lockerungen des Maßregelvollzugs in der frühen Phase der Unterbringung verbieten oder an Auflagen knüpfen.

Um die präventive und nachsorgende Betreuung zu stärken, werden in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens sozialpsychiatrische Verbünde eingerichtet. Diese sollen die Unterstützung für psychisch kranke Menschen sowohl vor als auch nach einem Krankenhausaufenthalt verbessern.

Das Gesetz verschärft die Verfahren zur Unterbringung und Entlassung von psychisch kranken Personen, die eine Gefahr darstellen könnten. Durch besseren Informationsaustausch und erweiterte gerichtliche Befugnisse soll das Risiko gewalttätiger Vorfälle verringert werden. Die Maßnahmen gelten landesweit, sobald sie vollständig umgesetzt sind.

Quelle