NRW und Niederlande suchen beim Zukunftsforum nach gemeinsamen Lösungen für grenzüberschreitende Herausforderungen
Anna FuchsNRW und Niederlande suchen beim Zukunftsforum nach gemeinsamen Lösungen für grenzüberschreitende Herausforderungen
Zweites NRW-Niederlande-Zukunftsforum: Gemeinsame Lösungen für geteilte Herausforderungen
Beim zweiten NRW-Niederlande-Zukunftsforum trafen sich Führungskräfte, Expertinnen und Experten sowie Studierende, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen. Im Grand Hotel Huis ter Duin in Noordwijk stand die Suche nach praktischen Lösungen im Mittelpunkt – durch Podiumsdiskussionen und hochkarätige Debatten. Vertreter beider Seiten betonten dabei die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarregionen.
An zwei Tagen widmeten sich sieben Podien zentralen Themen wie Energiepartnerschaften, grenzüberschreitender Mobilität und Wirtschaftspolitik. Auch Migration, innere Sicherheit und strukturelle Reformen im Energiesektor wurden intensiv diskutiert. Fachleute wie Dr. Leonard Birnbaum, Willemien Terpstra und Otto Fricke forderten dabei neue Ansätze für die grenzübergreifende Energieversorgung.
Studierende aus Dortmund und Noordwijk diskutierten mit Politikerinnen, Politikern und Wirtschaftsvertretern. Eva van Pelt und Jan Keller leiteten eine Session zur Entwicklung der Regionen zu Hochtechnologie-Standorten. Dr. Nikolaus Meyer-Landrut unterstrich indes, dass keine Seite diese Aufgaben allein bewältigen könne – Kooperation sei unverzichtbar.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst eröffnete das Forum mit den Worten, Nordrhein-Westfalen und die Niederlande seien „starke Partner, enge Freunde und vertraute Nachbarn“. Jean Asselborn gab später einen geopolitischen Überblick zur aktuellen Lage Europas. Bei einem Abendvortrag von Peter Altmaier wurden zudem die jüngsten Verzögerungen bei hochrangigen Regierungskonsultationen zwischen den beiden Regionen thematisiert.
Zum Abschluss kündigten die Veranstalter die Erarbeitung eines gemeinsamen Manifests an. Das Dokument soll politische Empfehlungen für das nächste Zukunftsforum 2025 formulieren. Der Fokus liege nun auf Taten statt auf Worten, hieß es. Doch die wiederholten Verschiebungen offizieller Gespräche zeigen: Die Aufrechterhaltung einer stabilen Zusammenarbeit bleibt eine Daueraufgabe. Bis 2025 sollen die im Manifest festgehaltenen Ideen in konkrete Maßnahmen münden.






