NRW-Reform: Mehr Geld, bessere Kitas und flexiblere Betreuungszeiten ab 2027
Anna FuchsNRW-Reform: Mehr Geld, bessere Kitas und flexiblere Betreuungszeiten ab 2027
Die Regierung von Nordrhein-Westfalen hat einen Entwurf zur Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) vorgelegt, um die Betreuung in Kitas und die frühkindliche Bildung zu verbessern. Der Vorschlag sieht höhere Finanzmittel, besser qualifiziertes Personal sowie flexiblere Öffnungszeiten für die Träger vor. Laut Behörden sollen die Änderungen mehr Planungssicherheit für Familien und Betreiber bringen.
Die schwarz-grüne Koalition stellte die Reform am Freitag vor und leitete damit das Gesetzgebungsverfahren ein. Dem gingen monatelange Abstimmungen mit Verbänden und Rückmeldungen von Beteiligten voraus. Der finale Entwurf konzentriert sich auf finanzielle Absicherung, Personalverbesserungen und verlässliche Betreuungsangebote.
Die Reform sieht ab August 2027 jährlich zusätzliche 200 Millionen Euro für die Umsetzungsmaßnahmen vor. Weitere 1,5 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren in die Kita-Infrastruktur fließen. Damit sollen die finanziellen Belastungen der Träger verringert und gleichzeitig Kapazitäten ausgebaut werden.
Flexiblere Kern- und erweiterte Öffnungszeiten gehören ebenfalls zum Plan, ebenso wie gezielte Nachwuchskampagnen für Fachkräfte. Der CDU-Politiker Martin Lucke bezeichnete die Reform als "wichtigen Schritt zu einer zuverlässigen und hochwertigen Kinderbetreuung". Die Regierung betont, dass die Änderungen Eltern, Kindern und Trägern zugutekommen werden, indem sie stabilere und besser unterstützte Angebote schaffen.
Der Entwurf geht nun in den Landtag zur Debatte und Abstimmung. Bei einer Verabschiedung treten die Reformen schrittweise in Kraft, wobei die Mittelaufstockung 2027 beginnt. Kommunen wie Bergisch Gladbach und Rösrath werden lokale Maßnahmen im Rahmen des neuen Gesetzes umsetzen, detaillierte Fortschrittsberichte für diese Gebiete liegen jedoch noch nicht vor.






