08 May 2026, 16:02

NRW kämpft für Mutterschutz-Lösung für 27.000 selbstständige Frauen pro Jahr

Plakat für die Feier des Women's Equality Day von Team Redstone mit einer Frau, die eine Fahne mit dem Text "Women's Equality" hält und Logos und Veranstaltungseinzelheiten unten.

NRW kämpft für Mutterschutz-Lösung für 27.000 selbstständige Frauen pro Jahr

Selbstständige Frauen in Deutschland klagen derzeit über eine Schutzlücke im Mutterschutz – jährlich bleiben rund 27.000 von ihnen nach einer Geburt ohne Unterstützung. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat nun eine Initiative zur Änderung gestartet und fordert erneut gesetzliche Regelungen, um diese Lücke zu schließen.

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Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat konkrete Vorschläge vorgelegt, um das Problem zu lösen. Im Mittelpunkt steht ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Mutterschutzfrist. Diese Pläne basieren auf einer vom Land finanzierten Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Juli vorgestellt werden sollen.

Nordrhein-Westfalen übernimmt dabei eine Vorreiterrolle: Das Bundesland brachte eine Bundesratsinitiative auf den Weg und bildete ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe.

Das Wirtschaftsministerium hat bereits Gespräche zur Umsetzung aufgenommen. Vertreter verschiedener Branchen kamen zusammen, um praktische Wege für die Einführung des Mutterschutzes für selbstständige Frauen zu erörtern.

Ziel der Vorschläge ist es, selbstständigen Müttern während der Schutzfrist finanzielle Sicherheit zu bieten. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Schritt für die Unterstützung von erwerbstätigen Müttern außerhalb klassischer Arbeitsverhältnisse. Die nächsten Schritte hängen von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie und der weiteren politischen Rückendeckung ab.

Quelle