23 May 2026, 04:03

NRW geht mit neuer Strategie gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung vor

Geldwäsche bekämpfen

NRW geht mit neuer Strategie gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung vor

Behörden in Nordrhein-Westfalen intensivieren Kampf gegen Finanzkriminalität durch engere Zusammenarbeit

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Die Gemeinsamen Finanzermittlungsstellen (GFIUs) der Landespolizei und des Zollfahndungsamts Essen arbeiten nun Hand in Hand, um Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus zu unterbinden. Ihr jüngster Bericht beleuchtet zentrale Strategien und Erfolge im Vorgehen gegen die organisierte Kriminalität.

Die GFIUs setzen auf ein „Shared-Desk“-Modell*, das Ressourcen beider Behörden bündelt. Diese Herangehensweise verbessert die Abstimmung und beschleunigt Ermittlungen in komplexen Fällen von Wirtschaftskriminalität. Besonders brisante Fälle – vor allem mit Bezug zu organisierter und schwerer Kriminalität – werden von spezialisierten Ermittlungsteams bearbeitet.

Ein zentrales Ziel der Einheiten ist die Beschlagnahmung illegal erwirtschafteter Vermögenswerte. Durch die Sperrung von Geldern und Immobilien stellen die Ermittler sicher, dass Opfer später entschädigt oder gerichtlich angeordnete Einziehungen vollstreckt werden können. Im Fokus steht dabei, Tätern das aus Straftaten stammende oder für kriminelle Zwecke bestimmte Vermögen zu entziehen.

Der „Lagebericht Finanzermittlungen Nordrhein-Westfalen“ dokumentiert diese Maßnahmen detailliert. Er bietet eine jährliche Bestandsaufnahme der Finanzkriminalität in der Region und verzeichnet Fortschritte bei der Vermögensabschöpfung sowie bei Vollstreckungsmaßnahmen.

Durch die gemeinsame Arbeit der GFIUs sollen kriminelle Netzwerke geschwächt werden, indem ihre Finanzströme unterbunden werden. Die sichergestellten Vermögenswerte kommen künftig der Opferentschädigung und staatlichen Ansprüchen zugute. Der Bericht dient als wichtiges Instrument, um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen in der Region zu bewerten.

Quelle