22 February 2026, 02:05

NRW-Einzelhandel 2025: Fast die Hälfte der Betriebe mit Umsatzrückgang kämpft

Eine belebte Stadtstraße mit parkenden Fahrzeugen, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit einem Geschäft mit der Aufschrift "Bongabon Public Market" im Vordergrund.

NRW-Einzelhandel 2025: Fast die Hälfte der Betriebe mit Umsatzrückgang kämpft

Unternehmen im Unternehmensregister von Nordrhein-Westfalen erlebten 2025 ein schwieriges Jahr – fast die Hälfte verzeichnete geringere Umsätze als 2024. Die Herausforderungen betrafen flächendeckend sowohl Großstädte als auch kleinere Kommunen wie Krefeld, wo trotz steigender Besucherzahlen die Verkäufe ausblieben. Nun wollen lokale Verantwortliche mit neuen Maßnahmen 2026 die Wende einläuten.

Im Jahr 2025 gingen die Einzelhandelsumsätze in Nordrhein-Westfalen (NRW) mehrheitlich zurück: 49 Prozent der Betriebe erwirtschafteten weniger als im Vorjahr, während nur 19 Prozent ein Wachstum verzeichneten – deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von plus 3,8 Prozent. 63 Prozent der Kundschaft zeigten sich aufgrund politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten zurückhaltend, während steigende Kosten und ein schwaches Weihnachtsgeschäft die Lage zusätzlich belasteten. Viele Händler beschrieben das Jahr als Phase des Durchhaltens, nicht der Erholung.

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In Krefelds Hochstraße stieg die Zahl der Besucher zwar um 180.000 im Vergleich zu 2024, doch die Umsätze blieben stagnierend. Lokale Unternehmen machten Kaufzurückhaltung der Verbraucher, übermäßige Bürokratie und Verzögerungen bei städtischen Projekten für die Misere verantwortlich. Zudem drückten höhere Mindestlöhne und explodierende Preise auf die Gewinnmargen. Markus Ottersbach, Geschäftsführer des regionalen Einzelhandelsverbands, betonte, dass Krefelds Probleme exemplarisch für einen bundesweiten Trend stehen: mehr Laufkundschaft, aber weniger Käufe.

Für 2026 rechnen über die Hälfte der NRW-Betriebe mit stagnierenden Umsätzen, während fast ein Drittel mit Wachstum oder Stabilität plant. Krefeld will gegensteuern – mit einer Sonderkampagne und dem neu beschlossenen "Innenstadt-Belebungspaket". Ziel ist es, die Besucherströme endlich in höhere Verkäufe umzumünzen und damit die enttäuschende Bilanz von 2025 zu überwinden.

Besonders hart traf es die Händler in der Weihnachtsaison 2025: Mehr als die Hälfte bewertete sie schlechter als im Vorjahr. Krefelds Strategie für 2026 setzt daher auf bessere Rahmenbedingungen für den stationären Handel, um wirtschaftliche Belastungen und Planungsverzögerungen in der Stadtentwicklung zu überwinden. Der Erfolg wird davon abhängen, ob es gelingt, höhere Besucherfrequenzen endlich in stärkere Umsätze zu verwandeln.