NRW-CDU drängt auf bundesweite Strategie gegen wachsende Drohnengefahren
Jonas WagnerNRW-CDU drängt auf bundesweite Strategie gegen wachsende Drohnengefahren
NRW-CDU fordert nationale Drohnenabwehrstrategie
Die CDU in Nordrhein-Westfalen hat die Bundesregierung aufgefordert, eine nationale Drohnenabwehrstrategie zu entwickeln. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die zunehmende Zahl von Drohnenbedrohungen in Deutschland. Kritiker monieren, dass die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen zersplittert seien und das Ausmaß der Gefahr nicht wirksam bekämpfen könnten.
Aktuell sind die Zuständigkeiten für die Abwehr von Drohnenangriffen auf Bundesbehörden, Länder und das Militär verteilt. Diese Aufteilung hat Schutzlücken hinterlassen – insbesondere gegen hochmoderne oder leistungsstarke Drohnen. Die Bundeswehr hat in den vergangenen drei Jahren trotz Warnungen vor ihren begrenzten Kapazitäten in diesem Bereich kaum aktiv an der Drohnenabwehr mitgewirkt.
Lokale Behörden, vor allem die Landespolizeien, bearbeiten derzeit die meisten Vorfälle mit kleineren Drohnen. Ihnen fehlen jedoch spezialisierte Einheiten und mobile Abwehrsysteme für komplexere Bedrohungsszenarien. Die NRW-CDU drängt nun auf klarere rechtliche Rahmenbedingungen, die im Falle von Hochleistungsdrohnen den Einsatz militärischer Unterstützung ermöglichen würden.
Die vorgeschlagene Strategie würde zudem Betreiber kritischer Infrastrukturen verpflichten, Risikobewertungen durchzuführen und standardisierte Schutzmaßnahmen umzusetzen. Ein einheitliches Vorgehen, so die Argumentation der Partei, würde die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Bundespolizei und Landesbehörden deutlich verbessern.
Eine nationale Drohnenabwehrstrategie soll klare Verantwortlichkeiten festlegen und die Koordination zwischen den Sicherheitsbehörden stärken. Ziel ist es, bestehende Lücken in der Reaktion auf Drohnengefahren zu schließen und die Gesamtverteidigungsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen. Ohne solche Maßnahmen bleibe das Land anfällig für sich weiterentwickelnde Risiken, warnen Experten.






