15 April 2026, 22:03

NRW-Bildungsministerin will Handys an Grundschulen komplett verbieten

Kinder sitzen an Tischen und nutzen Tablets in einem Klassenzimmer mit Erwachsenen in der Nähe, einem Banner und einem Plakat an der Wand.

NRW-Bildungsministerin will Handys an Grundschulen komplett verbieten

NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller fordert strengere Regeln für Handys an Grundschulen

Dorothee Feller, Bildungsministerin von Nordrhein-Westfalen, setzt sich für schärfere Vorschriften zum Umgang mit Handys an Grundschulen ein. Für jüngere Schülerinnen und Schüler spricht sie sich für ein vollständiges Verbot während der Schulzeit aus. An weiterführenden Schulen zeigt sie sich hingegen flexibler: Hier soll der gezielte Einsatz im Unterricht unter Aufsicht der Lehrkräfte möglich sein.

Feller betonte, dass übermäßige Handynutzung und digitale Risiken wie Cybermobbing oder sexuelle Belästigung im Netz keine rein schulischen, sondern gesellschaftliche Herausforderungen seien. Sie unterstrich die Notwendigkeit einer besseren Medienkompetenz, um Kinder vor Gefahren wie Grooming zu schützen. Die Ministerin wies darauf hin, dass Schülerinnen und Schüler an Gesamtschulen von ihren wöchentlichen 110 Stunden Wachzeit lediglich 28 Stunden in der Schule verbringen – und damit den Großteil ihrer Zeit ungeschützt digitalen Risiken außerhalb des Klassenzimmers ausgesetzt sind.

Während Feller pauschale Verbote an weiterführenden Schulen ablehnt, plädiert sie dafür, dass Lehrkräfte selbst entscheiden sollen, wann und wie Handys im Unterricht eingesetzt werden. Ihre Haltung spiegelt einen Mittelweg wider: zwischen der Eindämmung von Ablenkung und der Anerkennung des pädagogischen Potenzials digitaler Medien.

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Die CDU-Politikerin argumentierte zudem, dass der Jugendschutz nur gelingen könne, wenn Eltern, Schulen und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Themen wie soziale Medien und Bildschirmzeit erforderten Lösungen, die über schulische Regelungen hinausgehen. Fellers Vorschläge sehen ein Handyverbot an Grundschulen vor, während Lehrkräfte an weiterführenden Schulen die Freiheit erhalten sollen, die Geräte sinnvoll in den Unterricht zu integrieren. Im Mittelpunkt steht für sie der Schutz von Kindern durch Aufklärung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie. Ihre Äußerungen deuten auf einen Vorstoß hin, der eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Schulen, Familien und der Politik anstrebt.

Quelle