NRW baut so viele Wohnungen wie seit 20 Jahren nicht – doch Sozialwohnungen schwinden weiter
Anna FuchsSozialer Wohnungsbestand Schrumpft trotz Rekordinvestitionen - NRW baut so viele Wohnungen wie seit 20 Jahren nicht – doch Sozialwohnungen schwinden weiter
Nordrhein-Westfalen hat so viele Wohnungen gebaut wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Im Jahr 2025 wurden 8.037 neue Wohnungen fertiggestellt – ein Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch schrumpft der Bestand an preisgebundenem Sozialwohnraum weiterhin.
Aktuell gibt es in der Region noch rund 464.000 Sozialwohnungen, fast 11.000 weniger als im Jahr zuvor. Zwar hält der Rückgang an, doch wie Behörden betonen, hat sich das Tempo des Verlusts in den letzten Jahren verlangsamt.
Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) wies darauf hin, dass der Rückgang bei Sozialwohnungen kein spezifisches Problem Nordrhein-Westfalens sei. Ähnliche Entwicklungen zeigten sich bundesweit, auch wenn für 2024 noch keine genauen Gesamtzahlen vorlägen. Lokale Daten zeigen etwa, dass im Sommer 2024 in Frankfurt 217 geförderte Wohnungen fertiggestellt wurden, während Bonava bis Ende desselben Jahres 128 Mietwohnungen in Berlin verkaufte.
Um der Knappheit entgegenzuwirken, investierte das Land 2025 insgesamt 2,4 Milliarden Euro. Die Mittel sollten sowohl den Neubau als auch die Erhaltung bezahlbaren Wohnraums für einkommensschwache Haushalte sichern.
Die Rekordzahl an neuen Mietwohnungen deutet auf Fortschritte bei der Bewältigung der Wohnungsnachfrage hin. Doch der anhaltende Verlust an Sozialwohnungen bedeutet, dass einkommensschwache Haushalte weiterhin nur begrenzte Optionen haben. Die finanziellen Zusagen der Regierung zeigen jedoch, dass die Anstrengungen zur Stabilisierung des Marktes fortgesetzt werden.






