Prognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW 2050: Wo die Bevölkerung schrumpft – und wo Bonn & Co. wachsen
Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den kommenden Jahrzehnten vor einer schrumpfenden Bevölkerung. Bis 2050 könnte das Land eine halbe Million weniger Einwohner haben, bis 2070 könnte der Verlust sogar auf eine Million anwachsen. Doch nicht alle Regionen werden diesem Trend folgen – einige Gebiete werden wachsen, während andere stark schrumpfen.
Die jüngsten demografischen Prognosen zeigen deutliche Unterschiede innerhalb von NRW. Ländliche Regionen in Ost- und Südwestfalen, darunter das Sauerland, werden bereits in den 2020er- und 2030er-Jahren Einwohner verlieren. Besonders stark betroffen sind bis 2050 der Märkische Kreis, Olpe, der Hochsauerlandkreis und Höxter. Auch das Ruhrgebiet wird schrumpfen: Kreise wie Recklinghausen, Ennepe-Ruhr und Unna müssen mit einem Rückgang von etwa fünf Prozent rechnen.
Dagegen werden Teile des Rheinlands sowie mehrere Großstädte wachsen. Spitzenreiter ist der Kreis Heinsberg mit einem prognostizierten Plus von 4,7 Prozent bis 2050. Auch Städte wie Mönchengladbach, Bonn, Münster, Düsseldorf und der Kreis Kleve verzeichnen Zuwächse. Bielefeld, Düren und Euskirchen werden ebenfalls wachsen, wenn auch langsamer. Steinfurt wird zwar Einwohner hinzugewinnen, weist aber mit nur 0,5 Prozent die geringste Wachstumsrate unter den expandierenden Regionen auf. Die Prognosen deuten darauf hin, dass städtische Gebiete am Rhein – etwa Köln, Düsseldorf und Bonn – bis etwa 2040 stabil bleiben oder sogar wachsen. Ein möglicher Rückgang würde hier später einsetzen und weniger ausgeprägt ausfallen als in ländlichen Regionen.
Nur zehn Kreise und kreisfreie Städte in NRW werden bis 2050 ein Bevölkerungsplus verzeichnen, vor allem dank Zuwanderung. Der Rest des Landes muss mit Verlusten rechnen, wobei ländliche Gebiete am stärksten betroffen sein werden. Diese Verschiebungen werden die regionale Demografie in den kommenden Jahrzehnten grundlegend verändern.






