Neustart der Solinger SPD: Schaffert und Weber führen die Partei in eine neue Ära
Jonas WagnerNeustart der Solinger SPD: Schaffert und Weber führen die Partei in eine neue Ära
Schaffert und Weber übernehmen die Führung der Solinger SPD - Parteitag setzt Zeichen für Neustart
Solingen - Die SPD hat in der Klingenstadt ein neues Führungspaar gewählt und damit ein deutliches Signal für einen Neuanfang gesetzt. Natalie Schaffert und Daniel Weber werden nun die Partei führen und sie sowohl organisatorisch als auch inhaltlich neu aufstellen. Die Delegierten gaben beiden Kandidaten eine klare Unterstützung aus.
Schaffert und Weber übernehmen SPD-Führung in Solingen – Parteitag setzt Zeichen für Neuanfang
Solingen – Die SPD hat am Wochenende in der Klingenstadt ein neues Führungsduo gewählt und damit ein klares Signal für einen Aufbruch gesetzt. Natalie Schaffert und Daniel Weber übernehmen nun die Parteispitze mit dem Ziel, die SPD sowohl organisatorisch als auch inhaltlich neu aufzustellen. Die Delegierten sprachen beiden Kandidaten eine deutliche Unterstützung aus.
Die SPD in Solingen hat nach einer Phase innerparteilicher Konflikte eine neue Führung bestimmt. Natalie Schaffert und Daniel Weber wurden zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt und lösen damit Sabine Vischer-Kippenhahn und Manfred Ackermann ab. Ihre Wahl folgt auf Monate der Zerwürfnisse, die den Zusammenhalt und das öffentliche Bild der Partei belastet hatten.
Die scheidenden Vorsitzenden Vischer-Kippenhahn und Ackermann hatten zuvor von tiefen Gräben innerhalb der Partei gesprochen. Sie verwiesen auf persönliche Angriffe und Grenzüberschreitungen, die das Vertrauen unter den Mitgliedern untergraben hätten. Auf dem Parteitag räumten langjährige Funktionäre zwar die Spannungen ein, betonten aber zugleich den Willen, nach vorne zu blicken.
Schaffert und Weber wollen die Partei nun sowohl strukturell als auch programmatisch umbauen. Zu ihren Prioritäten gehören eine klarere Kommunikation, etwa durch regelmäßige Mitgliederinformationen und eine stärkere Präsenz in sozialen Medien. Zudem streben sie eine bessere Abstimmung zwischen Parteivorstand, Fraktion und Ortsvereinen an.
Weber hob besonders die Notwendigkeit hervor, direkt mit den Wählerinnen und Wählern in Dialog zu treten – vor allem in denen Gebieten, in denen rechtsextreme Gruppen an Einfluss gewonnen haben. Die neue Führung will durch mehr Sichtbarkeit und Nähe in den Stadtteilen Vertrauen zurückgewinnen. An der Seite von Schaffert und Weber wurden Musa Kavalli und Ramona Engels zu Stellvertretern gewählt; sie erhielten 80 bzw. 61,7 Prozent der Stimmen.
Der Parteitag selbst war geprägt von einem Spannungsbogen zwischen Rückblick und Erneuerung. Zwar wurden vergangene Konflikte thematisiert, doch stand vor allem die Einheit im Mittelpunkt. Die Delegierten würdigten die Arbeit der bisherigen Führung, bevor sie den Blick auf die Pläne des neuen Teams richteten.
Die Solinger SPD tritt damit unter Schaffert und Weber in eine Reformphase ein. Geplant sind mehr Transparenz, eine stärkere Verankerung vor Ort und eine aktivere Online-Kommunikation. Ob diese Veränderungen gelingen, hängt davon ab, ob es der Partei gelingt, die jüngsten Zerwürfnisse zu überwinden und geschlossen aufzutreten.






