Neue Freibad-Regel spaltet Eltern: Nur mit Bronze-Abzeichen oder Begleitung?
Anna FuchsNeue Freibad-Regel spaltet Eltern: Nur mit Bronze-Abzeichen oder Begleitung?
Ein Vorschlag, wonach Kinder und Jugendliche ohne das Bronze-Schwimmabzeichen in Freibädern nur noch in Begleitung einer erwachsenen Person baden dürfen, hat eine Debatte ausgelöst. Peter Harzheim, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), setzt sich für eine bundesweite Einführung dieser Regelung ein. Befürworter und Kritiker diskutieren seitdem über mögliche Folgen.
Harzheim argumentiert, dass das Bronze-Abzeichen sicherstelle, dass Kinder sicher schwimmen könnten. Zudem sieht er in der Maßnahme eine Chance, die Bedeutung von Schwimmsicherheit zu betonen und Eltern zu motivieren, ihre Kinder früh mit dem Element Wasser vertraut zu machen.
Ute Vogt, ebenfalls Präsidentin der DLRG, unterstützt den Vorschlag und betont, dass die Verantwortung für Kinder und Jugendliche letztlich bei den Eltern oder Erziehungsberechtigten liege. Christian Mankel, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB), zeigt Verständnis für die Diskussion – besonders mit Blick auf den nahenden Sommer. Allerdings warnt er, dass strikte Zugangsverbote Nichtschwimmer oder schwache Schwimmer in unbewachte und gefährliche Gewässer drängen könnten.
Die Grünen-Politikerin Schahina Gambir kritisiert die geplante Regelung als ausgrenzend. Sie befürchtet, dass einkommensschwache Familien besonders benachteiligt werden könnten. Gambir fordert, dass allen Kindern zunächst die Möglichkeit gegeben werden müsse, Schwimmen zu lernen, bevor eine solche Regel eingeführt werde.
Ziel des Vorschlags ist es, die Sicherheit in Freibädern zu erhöhen. Sollte er umgesetzt werden, könnte er den Zugang von Kindern zu öffentlichen Badebereichen grundlegend verändern. Die Debatte zeigt, wie schwierig es ist, Sicherheit und Chancengleichheit für alle in Einklang zu bringen.






