03 March 2026, 00:46

Neue Filteranlage in Willich senkt PFAS-Belastung im Trinkwasser drastisch

Ein detailliertes Zeichnung einer Wasseraufbereitungsmaschine aus dem deutschen Patent 666, das Komponenten wie eine Pumpe und Ventile zeigt, mit dem Patenttext auf der Seite.

Neue Filteranlage in Willich senkt PFAS-Belastung im Trinkwasser drastisch

Das Wasserwerk Darderhöfe in Willich hat ein neues Filtrationssystem in Betrieb genommen, um die Belastung mit PFAS-Stoffen im Trinkwasser zu bekämpfen. Die Anlage, die rund 65.000 Menschen in Willich und Meerbusch-Osterath mit Trinkwasser versorgt, ging am 26. Januar 2023 ans Netz. Laut Behörden entspricht das aufbereitete Wasser nun den verschärften Sicherheitsvorgaben der aktualisierten Trinkwasserverordnung.

Das Projekt wurde auf einer Fläche von 1.100 Quadratmetern in knapp sieben Monaten umgesetzt. Acht Aktivkohlefilter wurden errichtet, wobei jeder etwa fünfereinhalb Wochen Bauzeit erforderte. Zwei zusätzliche Reservefilter lagern beim Hersteller Jacobi Carbons in Premnitz bei Berlin.

Vor der Inbetriebnahme des neuen Systems wiesen 12 der 19 Brunnen, die die Region mit Trinkwasser versorgen, erhöhte PFAS-Werte auf. Die Aufbereitungsanlage sorgt nun dafür, dass die Konzentration unter sieben Nanogramm pro Liter bleibt. Allerdings müssen die Filter regelmäßig gewartet werden, wobei die Aktivkohle etwa alle sechs Monate ausgetauscht werden muss.

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Die städtischen Werke haben rund 1,4 Millionen Euro in den Bau investiert und rechnen mit jährlichen Wartungskosten von 200.000 Euro. Als Reaktion darauf bereitet das Unternehmen rechtliche Schritte vor, um die Ausgaben zurückzufordern. Das Wasserwerk fördert Grundwasser aus 19 Brunnen an vier Standorten, darunter vier in Anrath-Darderhöfe.

Seit Anfang 2023 läuft das Filtersystem und versorgt Tausende Anwohner mit sauberem Trinkwasser. Durch laufende Wartung und mögliche juristische Maßnahmen strebt der Versorger an, sowohl die Wasserqualität als auch die finanziellen Belastungen in den Griff zu bekommen. Das aufbereitete Wasser erfüllt nun die aktuellen gesetzlichen Grenzwerte für PFAS-Verunreinigungen.