24 April 2026, 12:04

Netzbetreiber sparen Milliarden durch klügere Infrastrukturplanung für erneuerbare Energien

Plakat mit Text über einen 2023-Steuerkredit, der bis zu 30 % der Kosten für die Installation von Dachsolaranlagen deckt, mit Bäumen und einem Gebäude mit Solarpanelen im Hintergrund.

Netzbetreiber sparen Milliarden durch klügere Infrastrukturplanung für erneuerbare Energien

Netzbetreiber kämpfen mit der steigenden Nachfrage nach neuen Stromleitungen, während der Ausbau erneuerbarer Energien voranschreitet. Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) an der Universität zu Köln schlägt vor, Netzanschlüsse zu optimieren, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Ihre Studie zeigt, dass durch klügere Infrastrukturplanung jährlich Milliarden eingespart werden könnten.

Der Ausbau erneuerbarer Energien hat zu einem deutlichen Anstieg der Anträge auf Netzanschlüsse geführt. Um die Nachfrage zu decken, sind bis 2045 Investitionen in Höhe von etwa 350 Milliarden Euro in die Netzausbau nötig. Die aktuellen Kosten für den Netzausbau variieren stark – je nach Region liegen sie zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt.

Das EWI empfiehlt, Solar- und Windkraftanlagen an gemeinsamen Netzanschlusspunkten zu bündeln. Dadurch ließen sich jährlich 1,8 Milliarden Euro sparen, da weniger separate Infrastruktur benötigt wird. Allerdings könnte die gemeinsame Nutzung häufiger zu einer Drosselung der Einspeisung führen, wenn die Nachfrage gering ist.

Eine weitere Lösung sieht den Einsatz von Batteriespeichern hinter den Netzanschlusspunkten vor. Diese könnten überschüssige Energie speichern, Abfall reduzieren und die Effizienz erhöhen. Zudem würde die gemeinsame Nutzung der Anschlusspunkte die durchschnittliche Netzauslastung verbessern und den Bedarf an Drosselungen verringern.

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Die finanziellen Vorteile sind beträchtlich: Das EWI schätzt, dass sich durch geringere Verteilnetzkosten ein Nettoeffizienzgewinn von 800 Millionen Euro pro Jahr erzielen lässt – selbst wenn zusätzliche Einspeisebegrenzungen berücksichtigt werden. Der Bericht betont jedoch, dass neue Geschäftsmodelle erforderlich sind, um Speicherlösungen voll zu finanzieren und die Netzleistung zu optimieren.

Die Vorschläge des EWI zielen darauf ab, die finanzielle Belastung des Netzausbaus zu verringern und gleichzeitig das Wachstum erneuerbarer Energien zu unterstützen. Durch gemeinsame Anschlüsse und Speicherlösungen könnten Netzbetreiber Milliarden an Infrastrukturkosten sparen. Die Maßnahmen würden zwar Ineffizienzen verringern, erfordern aber möglicherweise Kompromisse bei der Einspeiseregulierung.

Quelle