24 May 2026, 14:15

Münsters Geothermie-Projekt könnte 200 Jahre Fernwärme liefern – doch Hürden bleiben

Tiefengeothermie auf Abruf

Münsters Geothermie-Projekt könnte 200 Jahre Fernwärme liefern – doch Hürden bleiben

Tiefengeothermie-Projekt in Münster könnte die Stadt über 200 Jahre mit Fernwärme versorgen

Das von der Heide-Geo GmbH & Co. KG geleitete Vorhaben hat nicht nur das Interesse von Behörden und Politikern geweckt, sondern sogar den Energiekonzern ExxonMobil auf den Plan gerufen. Doch bevor die Arbeiten in vollem Umfang beginnen können, müssen noch rechtliche Hürden überwunden werden.

Die Heide-Geo GmbH hat dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) einen Hauptbetriebsplan für die Förderung von Geothermie vorgelegt. Dieser wird derzeit geprüft, wobei für bestimmte Arbeiten – etwa Eingriffe in Bohrlöcher – zusätzliche Sonderbetriebspläne erforderlich sind, die ebenfalls der Genehmigung durch das LBEG bedürfen.

Das Amt hat bereits eine Beschwerde bezüglich der Grundstücksnutzung für das Projekt behandelt. Nach Paragraf 40 des Bundesberggesetzes kann es im Bedarfsfall fehlende Zustimmungen überstimmen. Zudem hat das LBEG das öffentliche Interesse an dem Vorhaben bestätigt und dabei dessen Rolle als erneuerbare, CO₂-freie Energiequelle hervorgehoben.

Unterdessen kann der lokale Versorger Stadtwerke Münster seine eigenen Geothermie-Pläne erst vorantreiben, wenn die laufenden Gerichtsverfahren abgeschlossen sind. Unabhängig davon hat ExxonMobil eingeräumt, in der Region Förderbohrungen zu betreiben, die potenziell für die Geothermie-Nutzung umgewidmet werden könnten. Das Projekt gilt weithin als wichtiges Pilotvorhaben für die Entwicklung erneuerbarer Energien.

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Politiker, Behörden und auch ExxonMobil selbst haben die Bedeutung des Projekts für den Ausbau nachhaltiger Energielösungen betont.

Aktuell befindet sich das Münstersche Geothermie-Projekt noch in der Genehmigungsphase, wobei mehrere regulatorische Schritte ausstehen. Bei Erfolg könnte es die Stadt langfristig mit Wärme versorgen und zugleich als Vorbild für künftige Projekte im Bereich erneuerbarer Energien dienen. Der Ausgang der anhängigen Rechtsverfahren wird entscheiden, wann die Arbeiten konkret voranschreiten können.

Quelle