Müllkrise an Berliner Recyclingstellen eskaliert – Behörden schlagen Alarm
Anna FuchsMüllkrise an Berliner Recyclingstellen eskaliert – Behörden schlagen Alarm
Recyclingstellen für Glas und Kleidung in der Stadt verfallen zusehends – Behörden sprechen von einer eskalierenden Krise
In der gesamten Stadt sind Sammelstellen für Glas- und Altkleiderrecycling in einem dramatisch schlechten Zustand. Überquellende Container, illegale Müllablagerungen und vernachlässigte Annahmestellen haben zu gefährlichen Zuständen geführt. Die Behörden bezeichnen die Lage mittlerweile als wachsende Krise, die dringendes Handeln erfordert.
Die jüngsten Probleme begannen über die Feiertage in Berlin. Glascontainer blieben zwischen Weihnachten und Neujahr ungeleert, was eine ohnehin schon angespannte Situation weiter verschärfte. Schnee und Eis blockierten den Zugang zu den Behältern, während Anwohner weiterhin Flaschen einwarfen – mit der Folge, dass die Container überliefen. Die Stadt hat daraufhin verfügt, dass künftig auch während der Feiertage durchgehend geleert werden muss.
Noch chaotischer ist die Lage an den Altkleider-Sammelstellen. Im vergangenen Jahr nahm die illegale Entsorgung von Hausmüll, Sonderabfällen und Bauschutt an diesen Standorten massiv zu. Das Problem verschärfte sich nach einer Änderung der Textilsammel-Verordnung zum 1. Januar 2025, durch die in vielen Gebieten weniger Container aufgestellt wurden. Besonders betroffen sind Städte wie Kitzingen, Bad Pyrmont, Sindelfingen und Borken, wo einige Sammelstellen mittlerweile als völlig verwahrlost gelten.
Als Reaktion darauf plant die Stadt, an zehn neuralgischen Punkten Videoüberwachung einzurichten, um illegale Müllentsorgung einzudämmen. Zudem wird erwogen, das bisherige Containersystem durch eine Haus-ab-Haus-Abgabe von Altkleidern zu ersetzen. Sollte dies umgesetzt werden, bliebe eine dauerhafte Abgabemöglichkeit an den Standorten des AWB erhalten.
Die Stadtverwaltung stuft die Müllprobleme an Glas- und Kleidungs-Sammelstellen mittlerweile als ernsthafte Bedrohung ein. Mit Überwachungsmaßnahmen und möglichen Hausabholungen soll die Ordnung wiederhergestellt werden. Ohne Gegenmaßnahmen, warnen die Behörden, werde sich die Situation weiter verschlechtern.






