17 March 2026, 06:03

Mönchengladbachs Wirtschaftswunder: Wie die Stadt Köln und Düsseldorf überflügelt

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte nach Branche und Erholungsstatus zeigt, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Mönchengladbachs Wirtschaftswunder: Wie die Stadt Köln und Düsseldorf überflügelt

Mönchengladbach hat sich als leuchtendes Beispiel in der deutschen Wirtschaftslandschaft etabliert und belegt im IW-Dynamikranking 2024 Platz 27 von 401 Regionen. Die Stadt überzeugt mit einer starken Performance, die auf dem Ausbau zentraler Branchen bei gleichzeitiger finanzieller Stabilität beruht. Im Gegensatz zu vielen Nachbarregionen verzeichnet Mönchengladbach zudem einen deutlichen Rückgang der Insolvenzfälle.

In den vergangenen fünf Jahren hat Mönchengladbach selbst größere Städte wie Köln, Düsseldorf und Essen beim Jobwachstum übertroffen. Allein im Logistiksektor stieg die Beschäftigung um 12 Prozent – das entspricht 15.000 neuen Arbeitsplätzen. Im Maschinenbau wurden 8 Prozent mehr Stellen geschaffen (5.200 neue Jobs), im Gesundheitswesen wuchs die Beschäftigung um 10 Prozent (8.000 zusätzliche Arbeitsplätze), und moderne Dienstleistungen verzeichneten ein moderates Plus von 6 Prozent (4.500 neue Stellen). Während in benachbarten Metropolen vor allem Dienstleistungsjobs um 15 bis 20 Prozent zunahmen, entwickelte sich die Logistikbranche dort deutlich langsamer.

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Die wirtschaftliche Resilienz der Stadt speist sich aus ihrer breiten Branchenvielfalt – von Logistik über Maschinenbau und Gesundheitswesen bis hin zu Dienstleistungen. Lokale Initiativen wie der Wissens- und Innovationscampus, das Projekt Textilfabrik 7.0 sowie ein neuer Gewerbepark am Flughafen treiben das Wachstum voran. Die Hochschule Niederrhein und der starke Mittelstand der Region sichern zudem kontinuierlich qualifizierte Fachkräfte und stärken so die langfristige Stabilität.

Finanziell setzt Mönchengladbach seit 2016 auf Kontinuität: Der kommunale Gewerbesteuerhebesatz bleibt stabil bei 490 Prozent. Diese Planbarkeit kommt Unternehmen zugute, während andere Städte mit steigenden Kosten kämpfen. Die Strategie zahlt sich aus: Die Insolvenzverfahren gingen insgesamt um 7,5 Prozent zurück – bei Unternehmen um 8,0 Prozent, bei Privatpersonen sogar um 9,0 Prozent. Bundesweit stiegen die Unternehmensinsolvenzen dagegen um 8 bis 10 Prozent, in Nordrhein-Westfalen allein 2024 um 23,4 Prozent. Mönchengladbach ist damit die einzige Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf, die einen Rückgang verzeichnet.

Die wirtschaftliche Strategie der Stadt zeigt messbare Erfolge: Jobwachstum in Schlüsselsektoren, stabile Steuersätze und weniger Insolvenzen heben sie von größeren regionalen Zentren ab. Mit laufenden Projekten und einer gut ausgebildeten Belegschaft ist Mönchengladbach gut aufgestellt, um seinen Aufwärtstrend fortzusetzen.

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