Mönchengladbach will mit Ganztagsschul-Ausbau in NRW die Führung übernehmen
Lotta AlbrechtMönchengladbach will mit Ganztagsschul-Ausbau in NRW die Führung übernehmen
Mönchengladbach baut Ganztagsschulangebot aus und will in NRW führend sein
Mönchengladbach erweitert sein Ganztagsbetreuungsprogramm und strebt eine Vorreiterrolle in Nordrhein-Westfalen an. Die Stadt hat Pläne vorgestellt, die Annaschule zu einer vollwertigen Ganztagsschule umzuwandeln – inklusive Modernisierung der Küchen, Mensen und Mehrzweckräume. Die Verantwortlichen betonen, dass kein Kind, das derzeit in der offenen Ganztagsbetreuung (OGS) ist, während des Übergangs seinen Platz verlieren wird.
Diese Woche präsentierte die Stadt ihre OGS-Strategie dem Jugendhilfeausschuss. Die endgültige Entscheidung liegt beim Mönchengladbacher Stadtrat, der am 4. März über den Vorschlag abstimmen wird. Bei einer Zustimmung würde der Plan bis zum Schuljahr 2026/27 eine Ganztagsbetreuung für 75 Prozent der Erstklässler – rund 2.175 Kinder – sichern.
Jeder Ganztagsplatz kostet über 1.000 Euro pro Monat, was die jährlichen Ausgaben der Stadt um mehr als eine Million Euro erhöht. Die Behörden argumentieren, dass Kommunen diese Last nicht allein tragen sollten, und fordern höhere Landeszuschüsse. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der geplanten gesetzlichen Verpflichtung zu einer Ganztagsbetreuung für die Klassen 1 bis 4 in NRW, die ab 2026/27 schrittweise eingeführt wird – beginnend mit den Erstklässlern und bis 2029/30 auf alle Jahrgänge ausgeweitet.
Während 62 Prozent der Schulleitungen mit einer Umsetzung im nächsten Jahr rechnen, bleiben Herausforderungen bestehen. Mehrere Städte, darunter Düsseldorf, Hamm und Köln, haben gegen das Land geklagt, um Finanzierung und Zuständigkeiten zu klären. Mönchengladbach hingegen geht voran: Bestehende Plätze für Schüler der Klassen 2 bis 4 werden gesichert, während gleichzeitig Kapazitäten für jüngere Kinder ausgebaut werden.
Mit den geplanten Modernisierungen an der Annaschule und dem Festhalten an bestehenden Betreuungsplätzen positioniert sich die Stadt an der Spitze der NRW-weiten Umsetzung. Die endgültige Abstimmung im Stadtrat am 4. März wird zeigen, ob das erweiterte Programm wie geplant voranschreitet.






