Mönchengladbach feiert 2025 Rekordbeschäftigung trotz regionaler Wirtschaftskrise
Jonas WagnerMönchengladbach feiert 2025 Rekordbeschäftigung trotz regionaler Wirtschaftskrise
Mönchengladbach erreicht 2025 neuen Beschäftigungsrekord
Mönchengladbach hat Mitte 2025 einen neuen Meilenstein auf dem Arbeitsmarkt erreicht: Mit 105.796 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verzeichnet die Stadt einen historischen Höchststand. Während die umliegende Region wirtschaftliche Rückgänge hinnehmen musste, stachen die lokalen Steuereinnahmen durch ein stabiles Wachstum hervor. Wie aus dem aktuellen Finanzbericht der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) hervorgeht, treiben vor allem Jobzuwächse, Unternehmensansiedlungen und rückläufige Insolvenzzahlen die positive Entwicklung voran.
Besonders der Gesundheits- und Sozialsektor trug maßgeblich zum Beschäftigungsaufschwung bei: Allein hier entstanden 394 neue Stellen, sodass die Branche nun 21.204 Arbeitsplätze umfasst. Insgesamt kletterten die Beschäftigtenzahlen der Stadt damit auf ein noch nie dagewesenes Niveau – und das trotz regionaler Herausforderungen.
Gewerbeflächen und Unternehmensförderung als Erfolgsfaktoren Der WFMG-Bericht 2025 dokumentiert auch Fortschritte bei der Gewerbeflächenentwicklung. Die Wirtschaftsförderung verkaufte 15.000 Quadratmeter kommerzielle Flächen und erzielte dabei Erlöse von über 2,7 Millionen Euro. Zu den Schwerpunkten zählten 5.438 Quadratmeter im Gewerbegebiet Käthe-Höffkes-Straße sowie 6.150 Quadratmeter für Neubauten im Northpark Business Park, die erfolgreich vermarktet wurden.
Auch die Unternehmensförderung zeigte Wirkung: Die WFMG begleitete 21 Neuansiedlungen, 11 Start-ups, 14 Erweiterungen und 6 Stabilisierungsprojekte, wodurch 546 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen wurden. Zu den prominenten Zuzügen gehörten Kremer Legal Tech, ILOQ Germany und Detectamet. Zudem zogen elf Vorhaben, die über das Regionale Wirtschaftsförderprogramm unterstützt wurden, private Investitionen in Höhe von 10,9 Millionen Euro an – ergänzt durch 3,5 Millionen Euro öffentliche Mittel.
Widerstandsfähigkeit trotz regionaler Schwächephase Die wirtschaftliche Resilienz Mönchengladbachs zeigt sich auch in den Unternehmensumsätzen: Während die IHK-Region ein Minus von 2,9 Prozent und Nordrhein-Westfalen sogar einen Rückgang um 2,5 Prozent verzeichneten, stiegen die lokalen Erträge um 2,9 Prozent. Zudem sanken die Unternehmensinsolvenzen in der Stadt um 7,5 Prozent – ein deutlicher Kontrast zum landesweiten Anstieg um 13,6 Prozent. WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus präsentierte diese Ergebnisse gemeinsam mit weiteren Führungskräften der Behörde.
Fazit: Mönchengladbach als wirtschaftlicher Leuchtturm Die Zahlen für 2025 unterstreichen die robuste Wirtschaftslage der Stadt: Rekordbeschäftigung, steigende Einnahmen und weniger Insolvenzen setzen ein klares Zeichen. Die gezielte Förderung von Unternehmen und Gewerbeflächen durch die WFMG hat entscheidend dazu beigetragen, Arbeitsplätze zu sichern und Investitionen anzuziehen. Angesichts des regionalen Abschwungs hebt sich Mönchengladbach damit als positiver Ausreißer hervor.






