Moerser Tafel droht Schließung: Dringend neue Räume gesucht
Die Moerser Tafel steht vor einer dringenden Herausforderung: Nach einer Kündigung muss sie ihren aktuellen Standort räumen. Die Organisation, die rund 2.000 Menschen unterstützt, sucht nun verzweifelt nach neuen Räumlichkeiten, um einen vollständigen Stillstand zu vermeiden. Ohne Lösung droht nicht nur die Schließung – sondern auch das Ende einer lebenswichtigen Hilfe.
Aktuell hat die Tafel ihren Sitz in der Wittfeldstraße 49, wo sie für 400 Quadratmeter monatlich 800 Euro Miete zahlt. Zweimal pro Woche, mittwochs und freitags, gibt sie Lebensmittel an etwa 600 Haushalte aus. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 3,3 Personen erreicht der Dienst damit rund 2.000 Menschen in Moers und Umgebung.
Anders als üblich, wo eine dreimonatige Kündigungsfrist gilt, erhielt die Tafel eine Frist von einem Jahr. Doch trotz dieser Verlängerung bleibt die Suche nach einem neuen Standort entscheidend. Eine Schließung würde eine große Lücke für Bedürftige in Moers und den umliegenden Gemeinden hinterlassen.
Die Moerser Tafel dient nicht nur der lokalen Verteilung, sondern fungiert auch als Lagerstätte für andere Standorte, etwa in Goch und Kalkar. Zudem ist sie auf Lieferungen benachbarter Tafeln wie der in Duisburg angewiesen. Der Verlust der Räumlichkeiten würde nicht nur die eigene Arbeit lahmlegen, sondern das gesamte Netzwerk beeinträchtigen.
Verantwortliche betonen, dass jede Unterbrechung die Lebensmittelausgabe stoppen und die Einnahmen der Organisation gefährden würde. Ohne neuen Standort könnten die Folgen für sozial Schwache verheerend sein.
Die Suche nach einem Ersatzstandort hat nun höchste Priorität. Sollte kein geeigneter Raum gefunden werden, würde die Schließung der Tafel für Tausende eine existenzielle Unterstützung wegbrechen. Die Situation hat zu Appellen um Hilfe geführt – lokale Vertreter warnen: "Moers hat ein Problem", wenn nicht bald eine Lösung gefunden wird.






