10 June 2026, 22:02

Mindestlohn steigt 2024 um 12 Cent – doch Sozialverbände bleiben unzufrieden

Mindestlohn steigt ab Januar 2024 um 3,4%

Mindestlohn steigt 2024 um 12 Cent – doch Sozialverbände bleiben unzufrieden

Die Mindestlohnkommission hat eine moderate Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns beschlossen. Ab dem 1. Juli 2024 steigt der Satz um 12 Cent pro Stunde. Eine weitere Anhebung um 41 Cent ist für den 1. Januar 2025 vorgesehen.

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Der Beschluss folgte wochenlangen Diskussionen unter den Kommissionsmitgliedern. Sozialverbände, darunter der DGB, hatten sich für einen Mindestlohn von mindestens 14 Euro eingesetzt. Arbeitgeber warnten hingegen, solche Forderungen seien zu hoch und könnten in Niedriglohnbranchen zu Arbeitsplatzverlusten führen.

Die Abstimmung fiel nicht einstimmig aus. Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied in der Kommission, bezeichnete das Ergebnis als enttäuschend. Er warnte, dass fast sechs Millionen Mindestlohnbezieher dadurch einen realen Lohnrückgang hinnehmen müssten.

Heike Herrig, Vorsitzende des VdK-Sozialverbands Solingen-Remscheid, bezifferte die Auswirkungen: Bei einer 40-Stunden-Woche bedeutet die Erhöhung im Juli eine Brutto-Mehrung von 71,34 Euro pro Monat auf den Gehaltsabrechnungen.

Die erste Anpassung tritt am 1. Juli 2024 in Kraft, eine zweite Erhöhung ist für Januar 2025 geplant. Arbeitgeber äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher Stellenstreichungen. Sozialverbände fordern weiterhin stärkere Anpassungen, um die Inflation auszugleichen.

Quelle