29 March 2026, 22:03

Migrationsberatung in Hamm: Fachkräfte warnen vor Kahlschlag bei Integrationshilfen

Ein Plakat mit einer USA-Karte, die verschiedene Arten der Bevölkerungswanderung veranschaulicht, mit begleitendem Text.

Migrationsberatung in Hamm: Fachkräfte warnen vor Kahlschlag bei Integrationshilfen

Bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung in Hamm: Fachkräfte und Politik diskutieren über Herausforderungen und Zukunft

Am 1. Oktober fand ein bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung in Hamm statt, bei dem kommunale und bundesweite Verantwortungsträger zusammenkamen. Im Mittelpunkt standen die drängenden Probleme der Migrationsdienste. Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Arbeiterwohlfahrtsverbandes (AWO) veranstalteten im DRK-Heim in Bockum-Hövel Fachgespräche und Informationsrunden.

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Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten DRK und AWO ihre Angebote in einer PowerPoint-Präsentation. Beraterinnen und Berater sowie Geflüchtete berichteten von gelungenen Integrationsbeispielen und unterstrichen die Bedeutung von Förderprogrammen. Doch durch fehlende Mittel mussten wichtige Leistungen gekürzt werden – darunter Sprachkurse, sozialpädagogische Trainings und Workshops zur demokratischen Bildung.

Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) nahm an der Veranstaltung teil und sicherte zu, dass die Bundesregierung die Finanzierung der Migrationsdienste aufrechterhalten werde. Gleichzeitig räumte er ein, dass vorerst keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stünden. Steigende Kosten und Tarifabschlüsse würden die ohnehin knappen Ressourcen weiter belasten. Thews verwies zudem darauf, dass der Haushalt für 2026 noch nicht feststehe und die Verhandlungen noch ausstünden.

Lokale und bundesweite Politiker diskutierten, wie die Migrationsarbeit in Hamm künftig gestaltet werden kann. Angesichts wachsender finanzieller Engpässe steht jedoch besonders die Unterstützung junger Geflüchteter vor einer ungewissen Zukunft.

Die Veranstaltung in Hamm machte deutlich, wie sehr Migrationsdienste unter den angespannten Haushaltslagen leiden. Zwar bleibt die grundsätzliche Bundesförderung bestehen, doch Inflation und starre Budgetvorgaben zehren an den Kapazitäten. Die anstehenden Haushaltsverhandlungen für 2026 werden entscheiden, ob dringend benötigte Programme wieder ausgebaut oder zumindest gesichert werden können.

Quelle