Messerangriff in Bielefeld: Prozess um islamistischen Terror beginnt im Juni
Miriam KönigMesserangriff in Bielefeld: Prozess um islamistischen Terror beginnt im Juni
Messerangriff vor Bielefelder Bar kommt vor Gericht
Ein Messerangriff vor einer Bar in Bielefeld im vergangenen Mai wird bald verhandelt. Die Tat, bei der vier Menschen verletzt wurden, wird als islamistisch motivierter Terroranschlag eingestuft. Der Prozess beginnt Anfang Juni in Düsseldorf und ist auf 21 Verhandlungstage angesetzt.
Der einzige Angeklagte, der 36-jährige Syrer Mahmoud M., muss sich wegen vierfachen versuchten Mordes verantworten. Opfer und Zeugen erhoffen sich von dem Verfahren ein Stück weit Abschluss nach Monaten der Genesung und finanzieller Belastungen.
Der Angriff ereignete sich am 18. Mai 2025 vor der Bar 'Cutie' in Bielefeld. Ein bewaffneter Mann griff Gäste mit einem Messer an und verletzte vier Personen, bevor er gestoppt werden konnte. Unter den Opfern war Chris, ein Fan von Arminia Bielefeld, der den Angreifer stellte und dabei schwere Stich- und Schnittverletzungen erlitt.
Hendrik Wortmann, der Besitzer der Bar, wurde Zeuge des Angriffs und unterstützte sofort die Ersthelfer. Später startete er eine Spendenaktion, die rund 50.000 Euro für die Opfer einbrachte. Wortmann lehnte zudem Versuche rechtsextremer Politiker ab, die Tat für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, und betonte, dass Hass die Gemeinschaft der Bar nicht prägen werde.
Chris überlebte, kämpft aber weiterhin mit körperlichen und psychischen Folgen. Sein Anwalt, David Volke, kritisierte politische Verantwortungsträger dafür, dass sie keine persönliche Unterstützung angeboten hätten. Auch die finanziellen Auswirkungen des Angriffs belasten Chris und drei weitere Opfer zusätzlich.
Mahmoud M. wird als Einzeltäter vor Gericht stehen; es gibt keine weiteren Beschuldigten oder Mittäter. Die Staatsanwaltschaft geht von einem islamistisch-extremistischen Motiv aus, doch der Prozess soll die genauen Umstände der Gewalttat klären.
Der Prozess beginnt Anfang Juni in Düsseldorf und ist auf 21 Tage angesetzt. Die Opfer, darunter Chris, suchen nach Antworten und einem Gefühl von Gerechtigkeit, nachdem der Angriff ihr Leben durcheinandergebracht hat. Im Mittelpunkt der Verhandlung stehen die Ereignisse jener Nacht und die langfristigen Folgen für die Betroffenen.






