11 February 2026, 16:05

Mehr Professorinnen in NRW – doch in Technik und Naturwissenschaften fehlen Frauen weiterhin

Eine Europakarte, die den Geschlechtergleichstellungsindex für die Arbeit im Jahr 2017 zeigt, mit verschiedenen Farben für unterschiedliche Gleichstellungsniveaus und begleitendem Text auf der linken Seite mit weiterer Information.

Immer mehr Frauen führen Universitäten in NRW - Mehr Professorinnen in NRW – doch in Technik und Naturwissenschaften fehlen Frauen weiterhin

Anzahl der Professorinnen in Nordrhein-Westfalen steigt – doch in Schlüsseldisziplinen bleiben Frauen unterrepräsentiert

In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Zahl der Professorinnen in den vergangenen zehn Jahren zwar zugenommen, doch in zentralen akademischen Fächern sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Aktuelle Zahlen zeigen Fortschritte: Mittlerweile halten Frauen 29,6 Prozent der Professuren in der Region – ein Anstieg gegenüber 21,8 Prozent im Jahr 2013. Die Landeswissenschaftsministerin Ina Brandes betont, dass die Expertise herausragender Forscherinnen stärker gewürdigt und gefördert werden müsse.

2013 waren nur 18,9 Prozent der Führungspositionen an NRW-Hochschulen mit Frauen besetzt. Bis 2023 stieg dieser Anteil auf 41,7 Prozent – und liegt damit deutlich über dem Bundesschnitt von 35,1 Prozent. Aktuell werden 15 der 18 Universitäten in der Region von Rektorinnen oder Präsidentinnen geleitet.

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Besonders hoch ist der Frauenanteil unter den Professor:innen in den Geisteswissenschaften mit 46,3 Prozent. In den Ingenieurwissenschaften – der größten akademischen Disziplin in NRW – sind dagegen nur 17,7 Prozent der Lehrstühle mit Frauen besetzt. Auch in den Naturwissenschaften und der Mathematik zeigt sich eine anhaltende Unterrepräsentanz: Hier halten Frauen etwa 23 bis 24 Prozent der Professuren, sowohl in NRW als auch bundesweit.

Zwar ist der Gesamtanteil der Professorinnen von 21,8 Prozent (2013) auf 29,6 Prozent (2023) gestiegen, doch die Unterschiede bleiben bestehen. Ministerin Brandes unterstreicht, wie wichtig es ist, die Kompetenzen von Forscherinnen gezielt einzusetzen, um die bestehenden Lücken in der Repräsentation zu schließen.

Die jüngsten Daten zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen für die Gleichstellung an den Hochschulen in NRW. Während die Vertretung von Frauen in Führungspositionen deutlich zugenommen hat und nun über dem Bundesdurchschnitt liegt, bleibt ihr Anteil in Fächern wie den Ingenieur- oder Naturwissenschaften weiterhin deutlich geringer als in anderen Disziplinen.