03 April 2026, 16:05

May Ventures setzt auf KI-gesteuerte Frühphaseninvestitionen in Münster

Eine Liniengrafik, die die Trends der Venture-Capital-Investitionen in Austin, Texas, zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

May Ventures setzt auf KI-gesteuerte Frühphaseninvestitionen in Münster

Neuer Risikokapitalfonds May Ventures startet in Münster

In Münster hat der neue Wagniskapitalfonds May Ventures seine Arbeit aufgenommen. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Frühphaseninvestitionen in Technologieunternehmen und setzt dabei durchgehend auf KI und automatisierte Systeme, um seinen gesamten Investitionsprozess zu steuern. Anders als viele andere Fonds meidet May Ventures die großen deutschen Tech-Zentren wie Berlin oder München und konzentriert sich stattdessen auf Start-ups in weniger umkämpften Regionen.

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May Ventures bezeichnet sich selbst als "KI-native Technologieunternehmen" und verlässt sich bei der Suche, Bewertung und Verwaltung seines Portfolios vollständig auf künstliche Intelligenz. Der Fonds verfolgt einen hypothesenbasierten Ansatz: Bevor er mit potenziellen Geschäften in Kontakt tritt, erarbeitet er detaillierte Investmentthesen. Diese Methode unterscheidet ihn deutlich von klassischen Risikokapitalgebern, die meist auf eingehende Pitches reagieren.

Der Fokus liegt auf Start-ups in der Pre-Seed- und Seed-Phase, wobei die typischen Investitionssummen zwischen 250.000 und 1 Million Euro liegen. Bevorzugt werden Unternehmen, die die KI-Transformation vorantreiben – ausgenommen sind jedoch die Bereiche Pharmakologie und klassische Lebenswissenschaften. Von den Gründerteams verlangt May Ventures technisches Tiefenwissen, Marktvalidierung sowie starke Vertriebs- oder Überzeugungskompetenzen – selbst wenn noch keine Umsätze vorliegen.

Das Fundraising-Ziel beträgt 50 Millionen Euro, wobei ein erstes Closing von über 30 Millionen Euro für Anfang 2025 erwartet wird. Das Team sucht Gründer:innen, die sich schnell anpassen, entschlossen handeln und mit Kritik konstruktiv umgehen. Langsame Anpassungsfähigkeit, Zögerlichkeit und übermäßiges Grübeln ohne konkrete Schritte gelten hingegen als klare Warnsignale.

Obwohl der Fonds keine spezifischen Branchen jenseits von industrieller KI und Robotik hervorhebt, bleibt sein Fokus auf Start-ups außerhalb der etablierten deutschen Tech-Hotspots. Das KI-gestützte Modell soll Entscheidungsprozesse beschleunigen und Vorurteile bei Frühphaseninvestitionen verringern.

Mit dem geplanten ersten Closing Anfang 2025 positioniert sich May Ventures als datengetriebener Akteur im europäischen Venture-Capital-Markt. Der KI-zentrierte Ansatz und die regionale Ausrichtung könnten Start-ups anziehen, die von traditionellen Investoren übersehen werden. Ob der Fonds erfolgreich sein wird, hängt davon ab, ob seine automatisierten Prozesse nachhaltig hochpotenzielle Teams in den umkämpften Technologiemärkten identifizieren können.

Quelle