Massive Proteste gegen Rüstungskonzerne legen Köln und Bonn lahm
Proteste gegen Rüstungshersteller und politische Einrichtungen legen Teile von Köln und Bonn lahm
Am 29. August 2023 sorgten Demonstrationen gegen Rüstungskonzerne und politische Büros in Köln und Bonn für erhebliche Störungen. Die Polizei griff an mehreren Orten ein, nachdem Aktivisten Straßen blockiert, Gebäude besetzt und sich geweigert hatten, sich aufzulösen. Die Vorfälle sind Teil einer Woche mit anhaltenden "antimilitaristischen" Aktionen in der Region.
Der Tag begann gegen 10:40 Uhr, als sich über 200 vermummte Protestierende auf der Dillenburger Straße in Köln versammelten. Sie blockierten den Zugang zum Gelände von Deutz AG, woraufhin die Polizei die Straße räumte. Später bestätigten Beamte, dass die Blockade vollständig aufgehoben worden sei. Bei den Anwesenden wurden Personalienkontrollen durchgeführt.
Gegen frühen Nachmittag, um 13:50 Uhr, tauchte eine kleinere Gruppe von 30 bis 40 teilweise vermummten Personen vor der Niederlassung von Rheinmetall AG an der Pützchens Chaussee in Bonn-Beuel auf. Unterdessen drangen in Köln etwa 20 Demonstranten gewaltsam in die örtlichen SPD-Parteibüros an der Magnusstraße ein. Als sie sich weigerten, das Gebäude zu verlassen, erstattete die Polizei Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs.
Drei Aktivisten wurden vorläufig festgenommen, nachdem sie sich ihrer Entfernung aus den SPD-Büros widersetzten. Nach der Beruhigung der Lage wurden die übrigen Protestierenden in einen Regionalzug in Richtung Köln begleitet.
Die Demonstrationen stehen im Kontext der aktuellen Debatten über die Rüstungsproduktion in Deutschland. Die Behörden halten eine sichtbare Präsenz aufrecht, da in der Stadt weiterhin ähnliche Kundgebungen stattfinden. Bisher wurden keine weiteren Festnahmen gemeldet.






